Modernität, Mut und Aufbruch

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Der Schülerchor der Friedrich-Förster-Gemeinschaftsschule rundete die Feier musikalisch mit einer Hymne zum neuen Namen ab.  Foto: 

Zahlreiche Gäste waren am Mittwochnachmittag ins Foyer des Rundbaus beim BZN zusammengekommen, um die Namensgebung der Friedrich-Förster-Gemeinschaftsschule am BZN (FFG) mit Ansprachen und musikalischen Häppchen zu feiern.

Das 1977 errichtete Bildungszentrum Nord (BZN) hat seit September 2016 eine Gemeinschaftsschule, die 530 Schüler in 24 Klassen im vergangenen Schuljahr besuchten. Nachdem sich das Gymnasium bereits vergangenen Dezember in HAP-Grieshaber-Gymnasium im BZN umbenannt hatte, zog nun die Gemeinschaftsschule nach.

Die Aussage des Reutlinger Sozialbürgermeisters Robert Hahn, dass Schulnamen nicht beliebig seien, sondern „für Verwechselbarkeit und Profilbildung“ stünden, beschreibt in schönen Worten, worum es der Gemeinschaftsschule im BZN geht:  „Der Name sollte etwas mit Reutlingen zu  tun haben“, sagte  Schulleiterin Claudia Reiner bei ihrer Begrüßung, „zudem wollten wir eine Persönlichkeit wählen, die für Modernität, Mut und Aufbruch steht“.

Doch wer war eigentlich Friedrich Förster? Der Physiker (1908 bis 1999) wuchs als Sohn eines Pfarrers in Sachsen-Anhalt auf und kam Anfang der 1930er Jahre nach Stuttgart, wo er am Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung (heute Max-Planck-Forschungsinstitut) tätig war. 1937 entdeckte er den Einfluss des Erdmagnetfelds auf die Prüfspule von Messgeräten und begründete damit die moderne magnetische und magnetinduktive Werkstoffprüfung. Förster hat nicht nur einige bahnbrechende technischen Erfindungen gemacht, „er hat allein 150 Patente angemeldet“, sagte Robert Hahn, der der Schule ein Porträt des Namensgebers als Geschenk überreichte. Im Jahr 1948 gründete der vor 18 Jahren in Reutlingen verstorbene Wissenschaftler dann das Institut Dr. Foerster GmbH und Co. KG im Laisen, das Geräte und Systeme für die zerstörungsfreie Prüfung metallischer Werkstoffe, der Metalldetektion und Magnetik entwickelt.

Und warum soll der Name von Friedrich Förster gerade zu der Gemeinschaftsschule im BZN passen? Er habe einen großen Teil seines Lebens in Reutlingen verbracht und sei von seinem Engagement her „sehr geeignet, der Jugend ein Vorbild zu sein“, ist Schulleiterin Claudia Reiner überzeugt. Zudem sei er „ein wahrer Tüftler“ gewesen und stehe in seinem Wirken für Modernität: „Deshalb finden wir den Namen sehr passend“, betonte die Schulleiterin. Das konnten sein Enkel Felix und dessen Onkel Friedrich Förster, der einige Anekdoten aus dem Leben des Namensgebers parat hatte, nur unterstreichen.

Weitere Redebeiträge von Wolfgang Straub vom Staatlichen Schulamt Tübingen, Kurzvideos von Schülern der Klasse 7A sowie mehrere musikalische Einlagen rundeten die Feierstunde ab. Zu hören gab es eine von einem Schülerchor vorgetragene Hymne zum neuen Namen und den „Friedrich-Förster-Rap“, präsentiert von den Klassen 5A und 5B.

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