Mit Taktik in den Tunnel

Der zunehmende Baufortschritt am Scheibengipfeltunnel erfordert laufend eine Anpassung und Fortschreibung der Einsatzplanung sowie eine ständige Aus- und Fortbildung der Rettungskräfte.

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In den vergangenen Wochen hieß es deshalb vielfach "Brand im Tunnel" für die Einsatzkräfte der Reutlinger Feuerwehr. Auf großformatigen Plänen hatten Hartmut Möck, Sachgebietsleiter Aus- und Fortbildung, und Michael Reitter, Sachgebietsleiter Spezielle Gefahrenabwehr, verschiedene Brandszenarien im Tunnel für die Einsatzkräfte vorbereitet.

Gemäß der Einsatztaktik "Löschen, um zu retten" mussten die Einsatzmaßnahmen zunächst zwischen den beiden Tunnelportalen abgestimmt werden. Mit der Feststellung der rauchfreien und der verrauchten Portalseite wurden die Einsatzkräfte fußläufig oder mit Löschfahrzeugen in den Tunnel dirigiert. An der Brandstelle angekommen hieß es sofort "Wasser marsch".

Während auf der rauchfreien Seite somit die wichtigsten Maßnahmen eingeleitet waren, galt es im verrauchten Bereich des Tunnels, den Brandherd zu erkunden und eingeschlossene Personen zu retten. Um die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehrabteilungen bestmöglich auf den Tunneleinsatz vorzubereiten, wurden auch unvorhersehbare Hindernisse und Lageänderungen eingespielt.

"Mit den Planübungen im Schulungsraum der Reutlinger Feuerwache konnte die Einsatztaktik Tunnelbrand nicht nur gefestigt, sondern auch wesentliche Erkenntnisse und Erfahrungen für die weitere Einsatzplanungen gewonnen werden", so das Ausbilderteam der Reutlinger Berufsfeuerwehr.

Die Tunnelausbildung wurde durch zusätzliche Theorievorträge und Ortsbesichtigungen der Tunnelbaustelle am Scheibengipfel ergänzt. Die Tunnelausbildung fand im Rahmen der Blockausbildung und Einsatzleiterfortbildung bei der Berufsfeuerwehr statt, bei der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen der jährlich im Frühjahr und Herbst stattfindenden Führungskräfte-Fortbildung.

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