Mit Physikbaukasten und Playmobil lernen

Die Schloss-Schule hat für ihr Spielezimmer eine komplette Ausstattung gewonnen. Die Initiative "Spielen macht Schule" hat das von der Pfullinger Schule eingereichte Konzept damit honoriert.

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"Gute Spiele sind eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots", erklärt Rektor Rainer Gonser. "Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel", zitiert er den Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer.

"Hey, cool", freut sich Alicem aus der 5a, als er die großen Spielepakete mit auspacken darf und gleich anfängt zu spielen. Als sich noch drei Schülerinnen der 10. Klasse hinzu gesellen, ist die Spielrunde perfekt, doch ohne die Spiele hätten diese Schüler sicher nicht eine Stunde gemeinsam am Tisch gesessen. Der Spaß, den auch die Schüler der 6a beim Ausprobieren der Spiele haben, ist an der konzentrierten Ruhe, die immer wieder von Jubelschreien unterbrochen wird, deutlich zu erkennen.

"Die moderne Hirnforschung hat gezeigt, dass aktive Erfahrungen mit greif- und sichtbaren Reizen, wie sie klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung durch das Fernsehen", erklärt Ulrike Nehls, Teach First Fellow an der Schloss-Schule und zuständig für das Spielezimmer, den wissenschaftlichen Hintergrund. Es ginge darum, so Nehls weiter, dem ständig wachsenden Einfluss der Bildschirmmedien etwas entgegenzusetzen.

Die Schloss-Schule hatte sich Ende des letzten Schuljahres an dem Aufruf der Initiative "Spielen macht Schule" beteiligt und wurde im September als eine von 207 Gewinnerschulen gekürt. Die Initiative wurde vom Verein "Mehr Zeit für Kinder" und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) im Jahr 2007 gemeinsam ins Leben gerufen.

Da die Schloss-Schule Grund- und Werkrealschule ist, sieht das eingereichte Spielkonzept die Verteilung der Spiele auf beide Schulformen vor. Viele der Spiele eignen sich besonders zum Einsatz in der Grundschule - sowohl im Unterricht mit Physikbaukästen, als auch in der Mittagsbetreuung mit Playmobil und Co. "Die Schüler der 1. und 2. Klasse freuen sich über die neuen Möglichkeiten zu bauen, basteln und spielen", erklärt Nehls.

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