Mit Feuerwerk und Zapfenstreich

Mit einem Bürgerempfang in den Hallen samt einem großen Zapfenstreich und Feuerwerk im Schönbergstadion verabschiedeten die Vereine, der Gemeinderat und die Stadt Bürgermeister Rudolf Heß.

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  • Eine Ruhebank für einen mit Sicherheit "Unruheständler": Bürgermeister Rudolf Heß freut sich über das Geschenk aus Eiche mit seinem Konterfei. Fotos: Jürgen Herdin 1/4
    Eine Ruhebank für einen mit Sicherheit "Unruheständler": Bürgermeister Rudolf Heß freut sich über das Geschenk aus Eiche mit seinem Konterfei. Fotos: Jürgen Herdin
  • Viel Applaus gab's für die vier musizierenden Bürgermeister aus Passy. 2/4
    Viel Applaus gab's für die vier musizierenden Bürgermeister aus Passy.
  • Geschenke der Gemeinderäte an die Familie Heß - samt Enkeln. 3/4
    Geschenke der Gemeinderäte an die Familie Heß - samt Enkeln.
  • Zapfenstreich mit Europahymne und "I did it my way". 4/4
    Zapfenstreich mit Europahymne und "I did it my way".
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Es war ein bewegendes und gleichermaßen humorvolles Fest für ein Urgestein der Kommunalpolitik. Und wie anders könnte es nach 32 Dienstjahren sein, schloss sich den dreieinhalbstündigen Darbietungen und Reden eine große Feierlichkeit an: Rudolf Heß bekam einen Zapfenstreich nach allen militärischen Regeln.

Im Schönbergstadion, wo sich bereits ab 22 Uhr jede Menge Menschen versammelt hatten, intonierte der Musikverein Stadtkapelle das von Heß gewünschte Lied "I did it my way". "I han mein oigena Kopf durchg'setzt" oder, anders formuliert: Er ging seinen ganz eigenen Weg - und war dabei erfolgreich.

Das allerdings nur im Team, worauf Heß immer großen Wert legte. Beim Bürgertreffen in den Hallen erfuhren die Menschen so auch einige Interna aus dem Rathaus, die Hauptamtsleiter Hubert Dyas vortrug.

Und so kam heraus, dass Rudolf Heß (66) durchaus auch ein sehr gestrenger Chef sein konnte. Ja, bestätigte der, das sei schon auch so gewesen. "Doch habe ich das Fordern der Mitarbeiter stets auch mit dem Fördern verbunden."

Die Chöre der Stadt, der Spielmanns- und Schalmeienzug sowie die Echaztaler Volksmusikanten bestritten den Abend musikalisch, Bärbel Schlegel vom Südwestrundfunk moderierte. Und dann kam die große Belastungsprobe für den Boden der Jugendstilhalle: Ein mehrere Jahrhunderte alter Eichenstamm wurde hereingefahren.

Der Pfullinger Kettensäge-Schnitzer Billy Tröge hatte im Auftrag der Stadt, ja eigentlich aller Pfullinger, eine Ruhebank für Heß geschaffen. Am linken Rand der über zwei Meter langen Holzskulptur sind Stadtmotive eingeschnitzt. Da war der Beifall groß, aber umso größer war er noch, als vier gestandene Männer aus Frankreich ein von der Mundharmonika begleitetes Loblied auf Heß sangen - auf Deutsch.

Ehre, wem Ehre gebührt: Gilbert Perrin, Yves Tissot, Gilles Petit-Jean Genaz und der jetzt amtierende Bürgermeister Patrick Kollibay waren aus der Partnerstadt Passy angereist. Die langjährige Vorsitzende des Partnerschafts-Komitees, Liliane Duval, grüßte mit den Worten ihrer Nachfolgerin Catherine Parceveaux, Bürgermeister Wolfgang Sedner und Dagmar Hamann waren zusammen mit der Rosenprinzessin Antonia II. aus Lichtenstein (Sachsen) gekommen - und überbrachten Heß unter anderem den Gutschein für einen Herrenabend an einem erzgebirgischen Stammtisch.

Matthias Fischer und VfL-Präsident Sven Schauenburg kamen für den Sport zu Wort, Felicitas Vogel für die Kultur. Und die Gemeinderäte Gert Klaiber, Martin Fink und Uwe Zimmermann zeigten ihre Diashow. Die Gesamtheit der 60 Pfullinger Vereine überreichten Heß ein großes Erinnerungsbuch. Im Schönbergstadion wurde es dann sehr feierlich: "Helm ab zum Gebet": Heß stand neben Kreisbrandmeister Wolfram Auch auf einem kleinen Podest, um den großen Zapfenstreich entgegen zu nehmen. Moderiert von Feuerwehrkommandant Dietmar Rall und geführt von seinem Stellvertreter Volker Hecht, gab es Musik vom Musikverein Stadtkapelle. Dale Jane, ein Verwandter von Rudolf Heß, hatte eigens für diesen Anlass ein Musikstück komponiert. Der Abend endete mit der Nationalhymne und einem bombastischen Feuerwerk.

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