Mit 40 000 Lichtern ins Fernseh-Finale

"Bunt, kuglig, girlandig" - so muss Weihnachten für Jörg Meißel sein. Für den Wettbewerb eines privaten TV-Senders "Das perfekte Weihnachtshaus" legte er sich nun aber nochmals besonders ins Zeug.

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Da staunen Kinder und Erwachsene nicht schlecht: "Das perfekte Weihnachtshaus" kann sich sehen lassen.  Foto: 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Jörg Meißel hat deshalb sein Hobby zur Passion erklärt und zelebriert seine ganz eigene Vorstellung von Weihnachten. Rund 40 000 Lichter leuchten und blinken deshalb im und rund ums Eigenheim im Dahlienweg. Unzählige Santa Clauses sitzen auf dem Vorplatz, reiten auf Motorrädern oder lassen sich im Rentierschlitten übers Garagendach ziehen und künden davon, dass Weihnachten naht.

Vor allem Kinderherzen erfreut Jörg Meißel mit seinem Faible fürs Weihnachtliche. Und auch die Besucher, die an seinem Haus vorbeischauen, haben jede Menge zu sehen und zu entdecken. Trotzdem reichte dem Familienvater das nicht aus. Er bewarb sich beim TV-Sender Vox und steht im Rennen um "Das perfekte Weihnachtshaus" jetzt mit drei anderen Familien im Finale.

Weil für den Wettbewerb selbstverständlich ein beeindruckender Beitrag entstehen sollte, hieß es trotz dreiwöchigem Deko-Marathon am Freitag noch mal Vollgas geben. Denn die finalen Arbeiten wurden vom TV-Sender eingefangen und sorgten für Betriebsamkeit. Auch wenn mancher Handgriff gleich mehrfach und wiederholt für die spätere Fernsehsendung gemacht werden musste.

Lampenfieber? Das kam bei Jörg Meißel trotzdem nicht auf. Ganz der Herr der Mehrfachstecker und Fernbedienungen für diverse Schalter der Weihnachtsbeleuchtung war er gelassen. Denn nicht nur, dass bei den ersten Tests alles funktioniert habe, nachdem er die Weihnachtshäuser der Mitbewerber gesehen hatte, rechnet er sich vor allem gute Chancen auf den Sieg aus. Seien die Häuser der anderen Familien doch meist recht einfarbig und damit aus seiner Sicht langweilig gehalten, weshalb er ergänzte: "Bei mir muss Weihnachten bunt, kuglig und girlandig sein."

Um den Sieg und eine Prämie von 5000 Euro einzufahren, die laut Meißel dem Kindergarten Fontanestraße gespendet werden sollen, kauft der gelernte Elektriker das ganze Jahr ein. Immer wieder ersteht er neue Leuchtelemente oder Figuren, die das Zuhause in den amerikanisch angehauchten Weihnachtstraum verwandeln. Ans Geld denkt Meißel dabei nur selten. Auch wenn das teuerste Stück ein Stuhl für Santa Claus ist, der eher einem Thron gleicht und mit einem gut vierstelligen Betrag zu Buche geschlagen hat. Zudem muss die Stromrechnung für Dezember mit zugekniffenen Augen bezahlt werden. Rechnet der bekennende Weihnachtsfan Meißel doch für den notwendigen Saft mit rund 600 Euro.

Während die Weihnachtsdeko unterm Jahr in einer Lagerhalle untergebracht ist, haben Ehefrau Barbara und Töchterchen Fabienne beim Dekorieren während der vergangenen drei Wochen ordentlich mitgeholfen. Schwiegervater Josef Vodeb findet die Passion von Jörg allerdings richtig gut. Zumal er weder auf den Fußballplatz noch in die Kneipe gehe, wo er sein Geld verplempern könnte.

Für den Wettbewerb samt Fernsehbeitrag hatte Meißel trotzdem nicht nur auf Deko gesetzt. Verwandte und Freunde mussten bei der Choreographie mitwirken, zu der neben dem Auftritt eines "echten" Weihnachtsmanns in einer richtigen Kutsche mit echten Pferden Frau Holle und Mr. Frost gehörten. Den großen und kleinen Besuchern, die am Freitagabend in den Dahlienweg gekommen waren, gefiel's. Zumal zum Event gleich noch ein Feuerwerk abgebrannt wurde, das das Weihnachtsspektakel bei den Meißels zusätzlich einläutete.

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