Mannigfacher Frühlingsgruß

"Vermissen Sie den Winter? Ich nicht." Den vermissten die Senioren in den ausverkauften Hallen ebenso wenig wie Klaus Tross. Vielmehr genossen sie den Musiknachmittag als Einstimmung auf den Frühling.

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Das "Tanzzeit"-Kinderballett von Bärbel Martini verzückte das Publikum des Musiknachmittags. Foto: Anne Leipold

"Der Frühling ist und bleibt die schönste Jahreszeit", stimmte Moderator Klaus Tross eine kleine Ode an den Frühling an und rezitierte Erich Kästners "Frühling auf Vorschuss".

Damit der Frühling auch ja nicht wieder von dannen zieht, sangen ihn die Kindergartenkinder aus dem Kühnenbach herbei: "Singt ein Vogel, singt ein Vogel." Mit Gießkannen, Rechen und einem Rasenmäher zeigten sie, was Margret mit Beginn des Frühlings in ihrem Garten zu tun hat und vollführten als Fingerspiel, was alles im Beet passiert, wenn die Blumensamen erst einmal eingesät sind.

Nach so viel Gartenarbeit und der einfallsreichen wie bezaubernden Darbietung der Kinder war es an der Zeit für den Hauptteil des nunmehr siebten Musiknachmittags, organisiert vom Bürgertreff und der Stadt Pfullingen. Ein Nachmittag, der für Pfullingens Bürgermeister Rudolf Heß dazu beiträgt, dass Pfullingen eine Stadt für alle Generationen ist und sich auch die älteren Bewohner wohl fühlen. Dafür eilten gut 20 Damen und ein Herr des Pfullinger Bürgertreffs durch die Reihen. Sie sorgten für Kaffee in den Tassen und ein üppiges sowie leckeres Stück Erdbeerkuchen auf den Tellern. Dazu drangen denn auch endlich einige Sonnenstrahlen durch die Fenster auf die frühlingshaft gedeckten Tafeln.

So gestärkt und nach angeregtem Plausch öffnete sich erneut der Bühnenvorhang und gab den Blick auf das "Tanzzeit"-Kinderballett von Bärbel Martini frei. Die Kinder gleiteten anmutig über die Bühne und verkörperten Martinis Motto: "Tanz ohne Ausdruck ist wie eine Blume ohne Duft". Das entlockte einem Besucher denn auch ein "Bravo". Zudem entzückte Letitia Graczyk das Publikum mit ihrem Tanz "Morgentau und Sonnenstrahlen".

"So wird auf mannigfache Weise der Frühling beschworen", leitete Tross auf den letzten Punkt des Bühnenprogramms über, den zwei ehemalige Schüler der Pfullinger Musikschule gestalteten. So versprach Tross zunächst "Musik vom Feinsten". Dem vorausgeschickten Lob wurde der 21-jährige Maximilian Merkle am Klavier mehr als gerecht mit Felix Mendelssohn Bartholdys "Lieder ohne Worte" und Ludwig van Beethovens "Sonate op. 14 Nr. 2". Jonas Wolf, im gleichen Alter, entschied sich für Modernes auf der Altblockflöte: Gewagt und selten gehört Agnes Dorwarths Stück "Artikulator I", das das Publikum zwischen Lachen und Skepsis schwanken ließ. Schließlich gab er am Klavier den Bodo Wartke. Sein multilinguales "Liebeslied" unterhält, er selbst auch. "Ich wills in allen Sprachen für dich singen, auf allen Instrumenten zum Erklingen bringen: Ich liebe dich", trällert er auf Publikumswunsch auch auf Bayrisch, Türkisch, Kroatisch - und Schwäbisch. Dafür gabs einen extra Applaus. Bevor die Gäste nun gut unterhalten den Saal verließen, sangen sie gemeinsam "Im Märzen der Bauer", "In einem kühlen Grunde" und "Am Brunnen vor dem Tore".

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