Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe

Über sein Programm „Gemeinsam in Vielfalt“ fördert das Land 54 weitere lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe –  darunter vier aus dem Landkreis Reutlingen.

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Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler haben am Freitag insgesamt 54 Initiativen bekannt gegeben, die für eine Förderung durch das Landesprogramm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ ausgewählt wurden – darunter vier aus dem Kreis Reutlingen.

Das 2015 gestartete Programm hat das Ziel, „vor Ort alle relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe – Flüchtlingsinitiativen, Vereine, Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kommunen und Kreise – zusammenzubringen“. Diese Vernetzung erleichtere es den Beteiligten, gemeinsame Integrationsprojekte von Flüchtlingen in den Kommunen umzusetzen und Ressourcen bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Die Entscheidung, welche Initiativen in das Programm aufgenommen wurden, hat eine unabhängige Jury getroffen. Darin saßen neben dem Sozial- und Integrationsministerium, dem Staatsministerium, dem Gemeinde-, Landkreis- und Städtetag auch der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, der Landesfamilienrat, die Liga der freien Wohlfahrtspflege, die Arbeitsgemeinschaft des Bürgerschaftlichen Engagements, der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen, die Initiative Allianz für Beteiligung und der Sprecherrat der Fachkräfte im Landesnetzwerk BE.

Mit 30?000 Euro unterstützt das Land ein Projekt der Stadt Reutlingen. Ziel der Förderung ist laut Beschreibung eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen dafür auch die Geflüchteten selbst als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer qualifiziert werden, um dann andere Geflüchtete über die Möglichkeiten des Arbeitsmarktzugangs informieren zu können.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt ein Projekt des Landkreises, das eine langfristige soziale Integration und Arbeitsmarktintegration anstrebt. „Im Zuge des Förderantrages werden Geflüchtete und Ehrenamtliche zu interkulturellen Vermittlern, Integrationslotsen und Job-Paten ausgebildet. Sie sollen dabei landkreisweite Ansprechpartner in Sachen Arbeitsmarkt und Integration für Geflüchtete sein und Hilfestellung für andere Flüchtlinge bieten. Das Land stellt dafür 50?000 Euro bereit (wir berichteten).

Begünstigt werden auch die Stadt Metzingen und die Gemeinde Lichtenstein mit jeweils 15?000 Euro. Metzingen möchte ein Netzwerk aus Akteuren gründen, das ein Familienbildungs- und Integrationspatenprojekt entwickelt und etabliert. Vorgesehen ist die „Erstellung eines Integrationskonzeptes, die Etablierung von Integrationspatenschaften und der Aufbau einer Ehrenamtsakademie zur Bündelung, Erstellung und Durchführung von Schulungs- und Fordbildungsangeboten“.

In der Gemeinde Lichtenstein unterstützt das Land folgende Projekte: Programme für Frauen, kombinierte Sprach- und Handwerkskurse für Frauen, Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Schule, Nachmittagsbetreuung sowie die Weiterbildung für Ehrenamtliche.

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