Linke fordert parallele Bespielbarkeit

Er ist mit rund 8,4 Millionen Euro die größte Investition im Doppelhaushalt 2015/16. Heute Abend entscheidet der Gemeinderat über den Theaterneubau.

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Die Vorberatungen für den Theaterneubau auf dem ehemaligen Listhallen-Areal sind abgeschlossen. Und nimmt man die Ergebnisse der nichtöffentlich tagenden Ausschüsse als Maßstab, wird sich heute Abend eine Mehrheit für das Projekt aussprechen. Der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss hatte am 10. Februar mit neun zu sechs Stimmen für das Vorhaben votiert, die Entscheidungen im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss (zehn Ja- und drei Neinstimmen) und im Finanzausschuss (zehn Ja- und fünf Neinstimmen) fielen deutlicher aus. Es ist kein Geheimnis, dass die Gegenstimmen aus den Reihen der CDU stammen.

Die beiden Stadträte der Linken Liste - Jessica Tatti und Thomas Ziegler - habe Ende vergangener Woche noch einen Antrag nachgereicht. Sie halten darin weiterhin an ihrer bisherigen Überzeugung fest, "dass das neue Reutlinger Theaterhaus nicht nur selbstverständlich die zweite - genauer: hauptsächliche - Spielstätte des Theaters Die Tonne aufnehmen, sondern darüber hinaus sämtlichen Bühnen der Region, und zwar gerade auch den freien und Schüler-Theatern sowie nicht zuletzt dem Landestheater Tübingen Reutlingen zur Verfügung stehen soll".

Um dies zu erreichen, müsse, schreiben Ziegler und Tatti, der Baubeschluss die Möglichkeit einer parallelen Nutzung des Großen Saals gemeinsam mit der ersten Probebühne umfassen. Diese parallele Bespielbarkeit mit Mehrkosten von 90 000 Euro sei in der Verwaltungsvorlage dem Rotstift zum Opfer gefallen. Außerdem fordern die beiden Linken-Stadträte die noch 2012 von der Verwaltungsspitze verbindlich zugesicherte Option auf eine mögliche künftige bauliche Erweiterung des Theaterhauses.

Heute Abend tagt der Gemeinderat

Wichtige Themen stehen heute, Dienstag, 3. März, 17.30 Uhr, auf der Agenda des Reutlinger Gemeinderates. Nach Einwohnerfragestunde und Mitteilungen wird das Gremium einen neue(n) Rechtsamtsleiter/in wählen.

Es folgt die Entscheidung über den Theaterneubau, danach diskutiert der Rat über die Sanierung des Rathauses - hier geht es um den Grundsatzbeschluss für ein Projekt, das über viele Jahre laufen und rund 50 Millionen Euro kosten wird. Zudem geht es um die Realisierung des ersten Bauabschnitts mit der Sanierung von Lüftungsanlagen und Sanitärinstallationen sowie notwendige Maßnahmen der Verkehrssicherheit.

Weitere Punkte sind der Bebauungsplan Carl-Diem-/Rommelsbacher Straße" und das Projekt "City Nord" mit einer Mehrfachbeauftragung für das "Stuttgarter Tor". Zusätzlich befasst sich der Rat mit den Baukosten für die neue Stadthalle und behandelt die Neubildung der Bezirksgemeinderäte Mittelstadt und Betzingen.

RAB

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