Letzte Hürden weg

An den kommenden Dienstagen, 21. und 28. August, laden die Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein zu, ZHL-Hock mit Sonderfahrten ein.

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Sommerhock und Sonderfahrten: Mit dem Zahnradschienenbus des Vereins geht es nach Betzingen. Foto: Privat

Am kommenden und folgenden Dienstag lädt der Verein Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein zu ihrer Sommerhockete am Westbahnhof in der Tübinger Straße 21 ein. Dabei ist die Lokwerkstatt von 18 bis 22 Uhr geöffnet. Hier kann unter anderem die Zahnraddampflokomotive 97 501 besichtigt werden, die bis 1962 auf der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein eingesetzt wurde und an deren betriebsfähigen Restaurierung der Verein seit mehreren Jahren arbeitet. Außerdem ist eine abendliche Bereisung der Industriegleise vorgesehen. Diese beginnt um 18.30, 19.30 und um 20.30 Uhr auf dem Vereinsgelände am Westbahnhof und führt durch die Stadtwerke zum Bahnhof Betzingen und von hier zurück - um 18.45, 19.45 und 20.45 Uhr. Bei den Fahrten kommt eine historische Diesellokomotive aus dem Jahr 1938 mit einem ehemaligen Zahnradschienenbus zum Einsatz.

Zwar nicht jetzt im August, aber bereits im Laufe der nächsten Monate rechnen die Mitglieder des Vereins damit, dass sich die vor 40 Jahren abgestellte Zahnraddampflok nach der aufwendigen Restaurierung erstmals wieder aus eigener Kraft bewegen wird. Der Kessel wurde bereits auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft, die letzten Arbeiten am Fahrwerk und Antrieb werden derzeit noch in der Werkstatt gemacht. Dabei mussten auch längere Lieferzeit für Sonderanfertigungen in Kauf genommen werden und teilweise größere vierstellige Beträge investiert werden. Für die vier Zylinder, von denen die Dampflok angetrieben wird, mussten 32 Kolbenringe von einer Firma in Holland beschafft werden. Mehrere Monate musste auch auf das Ausgießen der Treibstangenlager mit einer silberhaltigen Speziallegierung gewartet werden. Die Endbearbeitung dieser hoch beanspruchten Lager, mit denen die Kraft der Zylinder auf die Räder übertragen wird, erfolgt derzeit bei einem Reutlinger Maschinenbau-Unternehmen. Damit sind die letzten größeren Hürden für die Inbetriebnahme überwunden und die Erprobung der Dampflokomotive kann mit den ersten Werkstattfahrten beginnen.

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