Lernlandschaft der Zukunft

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  • Bei der Schlüsselübergabe war die Stimmung bestens: Bürgermeister Michael Schrenk, Architekt Bernhard Amann, Schülersprecher Louis Grimme, Jule Glück und Mark Mende sowie Rektor Jürgen Albrecht (von links). 1/2
    Bei der Schlüsselübergabe war die Stimmung bestens: Bürgermeister Michael Schrenk, Architekt Bernhard Amann, Schülersprecher Louis Grimme, Jule Glück und Mark Mende sowie Rektor Jürgen Albrecht (von links). Foto: 
  • Führungen, Theater, Musik und Essen ohne Ende waren beim Schulfest geboten. 2/2
    Führungen, Theater, Musik und Essen ohne Ende waren beim Schulfest geboten. Foto: 
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Ein langgehegter Wunsch ging mit dem Neubau in Erfüllung“, so Rektor Jürgen Albrecht. Am Mittwochnachmittag konnte der Neubau II der Wilhelm-Hauff-Realschule (WHR) mit einem Festakt eingeweiht werden. Viergeschossig und mit hellen, großzügigen Räumen soll der rund 2,3 Millionen Euro teure Anbau den aktuellen schulpädagogischen Vorgaben Rechnung tragen. Nachdem im Herbst 2012 der Anbau zur Schloss-Straße hin eröffnet wurde, ist dies die zweite Erweiterung des Schulgebäudes, an das sich der Neubau in seiner puristischen Bauweise mit weißen Fronten harmonisch anfügt.

17 Jahre lang, so Albrecht, seien Schüler im Schloss unterrichtet werden. „Schulbaulich war das nicht akzeptabel.“ Nachdem das Haus Fink abgebrochen werden konnte, habe man den Neubau in Angriff nehmen können, Albrecht dankte der Verwaltung und allen, die den Anbau ermöglicht hatten. Die Handwerker hätten gut zusammengearbeitet, die Architekten Amann Hervorragendes geleistet. „Wir entwickeln den Unterricht fortlaufend weiter und stellen uns die Frage, wie wir ihn verändern können, damit wir auch in Zukunft eine gute Schule sind“, so Albrecht. Dazu gehöre auch die Anpassung der Räumlichkeiten. Er freue sich, dass die Eröffnung noch in seiner Amtszeit geschehe. Denn am 1. August 2017 wird sein bisheriger Stellvertreter Jochen Wandel den Rektorenposten übernehmen. „Wir sind einen Schritt nach vorne gegangen und haben Zukunft gebaut“, sagte Bürgermeister Michael Schrenk. Von der Planung bis zur Einweihung habe alles gut funktioniert. In den letzten Jahren habe die Stadt acht Millionen Euro in die Bauten der Realschule investiert. „Meine Bitte lautet deshalb, sorgsam damit umzugehen“, meinte Schrenk. Im Neubau könnten nun auch außerschulische Veranstaltungen stattfinden.

Die baulichen Veränderungen seien so gut wie abgeschlossen. Lediglich einen alten Briefkasten, der das Haupt-Gebäude optisch beeinträchtige, könne man vielleicht noch austauschen. „Der gesetzte Termin konnte eingehalten werden“, sagte Architekt Bernhard Amann. In nur sechs Wochen habe man dort auch den Eingangsbereich umgestalten können. 2008 sei das Gesamtkonzept entworfen worden. Leider sei mehrfach beobachtet worden, dass Schüler die Gebäude als Torwand nutzen. „Ich appelliere deshalb an den Gemeinderat, den Bolzplatz nicht zu vergessen.“

„Good bye Wendeltreppe und Pausenwanderung“, sagte Andrea Hilbert in ihrem Grußwort des Staatlichen Schulamtes. Für neue Lernformen, in denen die WHR führend sei, brauche man neue Räumlichkeiten. „Lernen geschieht in Auseinandersetzung und Zusammenspiel.“ Es brauche Ausprobieren können und Grenzerfahrung in einem geschützten Raum. „Wie Sie sich als Schulträger dafür eingesetzt haben, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, wandte sie sich an Bürgermeister Schrenk.

Auch Elternvertreterin Yvonne Hagmaier äußerte sich freudig über den weiteren Abschnitt in der Schulgeschichte. „Wir freuen uns, dass wir das alte Schloss nicht mehr brauchen und eine neue Lernlandschaft bekommen haben“, sagten Schülersprecher Jule Glück und Louis Grimme. Für die musikalische Begleitung des Empfangs sorgte die Bläserklasse der Schule.

In Führungen lernten die Gäste die neuen Räume mit runden Rolltischen, verschiebbaren Pulten, Waschbecken, Vorrichtungen für Beamer und stellenweise einem Superausblick auf den Georgenberg kennen. In der hellen, modernen Einrichtung mit Lochblechfronten bilden rote Stühle die Farbtupfer. Neben sechs Klassenzimmern gibt es einen großen, flexiblen Raum mit Holzpodest, der für Sitzkreise, kleine Aufführungen oder Projekte, bei denen an mehreren Tischen gleichzeitig gearbeitet werden soll, genutzt werden kann. „Die Kollegen sind schon in den Startlöchern“, meinte Andreas Göppel von der erweiterten Schulleitung. Ein Raum im Untergeschoss soll möglicherweise als neues Musikzimmer dienen. Im Moment schaut man von dort auf einen steinigen Hang, der jedoch noch begrünt werden soll. Gestern Nachmittag folgte der offiziellen Einweihung denn auch noch ein Schulfest, bei dem es nicht nur Führungen, sondern auch viel Musik, Sketche, Theater und andere Aufführungen gab. Den bestens frequentierten Testlauf jedenfalls hat der Neubau schon mal gut überstanden.

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