Lernen auf dem Friedhof

15 806 Einzelgräber - gezählt auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Niederbronn-les-Bains (Elsass): Ihn besuchten Reutlinger Referendare jetzt.

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Angehende Geschichtslehrer des Realschulseminars vor der Begegnungsstätte in Niederbronn-les-Bains. Foto: Privat

Ein Arbeitswochenende stand bei angehenden Geschichtslehrern und ihren Lehrbeauftragten vom Staatlichen Realschulseminar Reutlingen dieser Tage auf dem Programm.

Tagungsort des Wochenendseminars zum Thema "Lernen vor Ort" war die Albert-Schweitzer-Jugendbegegnungsstätte, eine Einrichtung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, neben dem Soldatenfriedhof in Niederbronn gelegen. Im Zentrum des Rundgangs durch Friedhof und Ausstellung unter der kundigen Führung des Leiters der Begegnungsstätte Monsieur Bernard Klein, standen Fragen wie: Was erzählen Grabsteine? Oder: Wie bringt man Dokumente zum Sprechen?

Der Einblick in die Besucherbücher des Friedhofs führte die Vielfalt der Einträge vor Augen und zielte auf die Frage, wie diese Multiperspektivität im Geschichtsunterricht genutzt werden kann. Abschließend gab es eine vertiefte Auseinandersetzung mit didaktisch-methodischen Aspekten in Arbeitsgruppen. Ermöglicht wurde dieses Arbeitswochenende durch die Förderung der Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Christine Keller, Schulreferentin beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, wurde dabei ebenfalls gedankt für ihre Unterstützung bei der Exkursion. Letzter Programmpunkt war die Betrachtung und die Deutung von Denkmälern, die heute noch auf dem Gelände des ehemaligen Schlachtfelds von Woerth im deutsch-französischen Krieg 1870/71 zu sehen sind. Am Beispiel eines deutschen und eines französischen Kriegerdenkmals erläuterte Monsieur Klein, wie man Schülern den Zeitgeist solcher Denkmäler nahebringen und wie man sie kritisch hinterfragen kann.

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