Leitfaden positiv bewertet

Bei der Veranstaltung "Qualität - ja klar" wurde der Leitfaden zur Qualitätsentwicklung der Kleinkindergruppen in Elternträgerschaft präsentiert.

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Spontan musste im Spitalhof sogar nachgestuhlt werden - denn mit einem solch großen Interesse hatte der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen nicht gerechnet, als er zur Veranstaltung "Qualität - ja klar!" einlud. Über 100 Gäste hatten am Mittwochabend den Weg in den großen Saal des Spitalhofs gefunden, um der Präsentation des Leitfadens zur Qualitätsentwicklung der Reutlinger Kleinkindergruppen beizuwohnen. "Wir sind hoch erfreut über die große Resonanz und hoffen, dass Qualität in der Kleinkinderbetreuung sowohl bei den Fachkräften und Eltern als auch in der Politik zum Wohle der Kinder weiterhin Thema sein wird", betonte Gundula Neuscheler, Fachberaterin der Kontaktstelle des AK.

Neben Fachkräften und Eltern aus den Trägervereinen sowie zahlreichen Besuchern von Fachdiensten und anderen Trägern von Kleinkinderbetreuung von Tübingen bis Stuttgart waren Gemeinderäte von sechs im Reutlinger Rat vertretenen Parteien gekommen. Sie zeigten ihr Interesse am Ergebnis des fast zweijährigen Projekts, das sie für den laufenden Doppelhaushalt bewilligt hatten. Der AK der Kleinkindergruppen hatte gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen und mit Unterstützung der Stadt Reutlingen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen (BAGE) ein eigenes Qualitätskonzept für die von Eltern getragenen Vereine entwickelt.

In seinem einführenden Vortrag "Was heißt eigentlich Qualität? - Gute Erziehung, Bildung und Betreuung und die Verantwortung des Trägers" beschrieb Dr. phil. Stefan Faas vom Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) der Universität Tübingen sehr eingängig die Schwierigkeiten der Messbarkeit von Qualität sowie auch die unterschiedlichen Ansätze zur Feststellung von guter Betreuung in Kindertageseinrichtungen.

Den speziell auf den Bedarf der von Eltern selbst organisierten Einrichtungen zugeschnittenen Leitfaden der Reutlinger Kleinkindergruppen bewertete er positiv. Bei der anschließenden Gesprächsrunde beleuchtete Moderatorin Silvia Leippert-Thomas von der BAGE den Qualitätsentwicklungsprozess von mehreren Seiten. Neben Dr. Stefan Faas und Kariane Höhn (Stadt Reutlingen) erläuterten Hannes Lachenmair (BAGE), Sabine Drews (Vorstand AK der Kleinkindergruppen) sowie Stefanie Stauch und Katja Stärr (Kleinkindergruppe Sausewind), wie sie das Qualitätskonzept und sein Potenzial einschätzen und in der Praxis anwenden. In den an den fachlichen Teil anschließenden Gesprächen wurde deutlich, dass ein Prozess angestoßen wurde, der die Trägervereine der Kleinkindergruppen und den AK der Kleinkindergruppen in den kommenden Jahren weiter beschäftigen wird und muss.

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