Leckereien und Handgemachtes

Wer seine Mütze zu Hause gelassen hatte, kaufte sich eine aus dem großen Angebot auf dem Weihnachtsmarkt. Windig und kalt war es die drei Tage. Doch es kamen fast so viele Besucher wie im letzten Jahr.

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Stimmungsvoll und gut besucht: Der Weihnachtsmarkt vor den Rathäusern.  Foto: 

Die Bläserklasse der 6b von der Wilhelm-Hauff-Realschule unter der Leitung des Lehrers Frank Hild sorgte für vorweihnachtliche Stimmung und für Bürgermeister Michael Schrenk war es der erste "Amtsakt" auf einem Weihnachtsmarkt in Pfullingen. Das kleine Glöcklein auf dem Dach des Rathauses wurde geläutet, und schon waren die ersten Tassen der 2015er Ausgabe mit Glühwein gefüllt. Den gab es an vielen der 65 Stände, aber das Angebot an Heißgetränken war noch um einiges vielfältiger.

Punsch für die Kinder - und jede Menge geistvolle "Zugaben" für den Glühwein: Ausgelost hatten die meisten Besucher schon zuvor, wer an welchem Tag das Auto nicht fahren musste. Am Freitagabend war es voll in den Gassen - und das bis nach 22 Uhr. Die Kälte störte also wenig, und am Passy-Platz kam sogar so etwas wie Lagerfeuerromantik auf. Der "Royal Ranger Stamm" aus Pfullingen hatte eine große Feuerstelle aufgebaut, das Stockbrot dort gab es gegen eine kleine Spende. Und daneben standen kälteerprobte Alpacas von Herbert Ruch aus Gomadingen in ihrem Stall. Die Schulkinder zogen über den Markt, verkauften Lose für ihre Tombola und an ihren Ständen auf dem Passy-Platz jede Menge Weihnachtsgebäck sowie Adventskränze, Bücher, Marmelade, Punsch und Waffeln. Gesammelt wurde zumeist für das nächste Schullandheim. Auch der Schlosskindergarten war dabei, bei ihm gab's Gebasteltes.

Die Harley-Freunde backten Flammkuchen, die Evangelische Freie Gemeinde hatte neben jeder Menge Plätzchen auch selbstgemachte Orangenkonfitüre und Edelstahlbilder im Angebot. Ein Hingucker, der nicht nur die Kleinen begeisterte, war die Ausstellung von Modell-Dampfmaschinen, die deren Besitzer Udo Haarer auch zum Laufen brachte. Schaf und Ziegenfelle präsentierte die hiesige Elisabeth Mollenkopf, Mützen, Hüte und Röcke hatte Michaela Fischbach im Angebot. Silberschmuck gab es ebenso wie Engel aus Stahl und Holz.

Am kalten, windigen Samstag war es am späteren Nachmittag wie auf einer Messe: Die Arme der Besucher wurden länger, an ihnen hingen Tüten und Taschen mit Einkäufen vom Weihnachtsmarkt.

Und wie immer waren die Pfullinger Vereine das Standbein des Weihnachtsmarktes, die mit viel Kreativität für Essen und Getränke sorgten. Auch die Pfullinger Familienstube war präsent, verkaufte den Pfullinger 2016er Kalender und ihr legendär gutes Chili con Carne. Zwischen Martinskirche und der steinernen Gruppe "Disput" war es eng wie eh und je, wobei die Gruppen Mottles Heer und die Narrenzunft Hoagamännle schon einmal daran erinnerten, das es auch im Süden des Landes nicht mehr lange hin ist bis zur fünften Jahreszeit. In sechs Wochen wird das Häs entstaubt.

Und was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne hochwertige Textilien aus Wolle, Dekorationsartikeln, Spielzeug aus Holz, Türkränze, Mistelzweige, Gefilztes - oder Kreatives für Haus und Garten. Bei allem hatten die Organistoren des Weihnachtsmarkts um Kurt Mollenkopf vom Rathaus dafür gesorgt, dass die Menschen, die dort ihre Sachen verkaufen, auch aus der Region kommen. Und so war's dann auch.

Doch natürlich sollten die Stände auch eine besondere Atmosphäre ausstrahlen, die gut zur Vorweihnachtszeit passt. Also nicht zu überladen, aber auch nicht zu kärglich sollten sie daherkommen. Den 1. Preis erhielt Martin Hipp aus Reutlingen, der seine Bude besonders schön arrangiert hatte. Der Schreiner Johannes Wurster aus Pfullingen überzeugte mit dem Arrangement seiner Holzwaren, und Anja Lihs sowie Andreas Pudelko aus Pfullingen mit der Gemütlichkeit ihrer kleinen Hütte.

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