Kurt Oesterle liest aus "Der Wunschbruder"

Am Freitag, 16. Januar, 20 Uhr, stellt der Tübinger Autor Kurt Oesterle in der Stadtbibliothek seinen neuen Roman "Der Wunschbruder" vor.

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Max, ein geschwisterloser Junge in Zeiten, als Einzelkin-der unter dem Druck ländlich-bäuerlicher Tradition noch als Unglück galten, wünscht sich einen Bruder, um sein Unglück abzuschütteln. Er wünscht ihn sich mit so ungeheurer, nur Kindern erreichbarer Wunschkraft, dass er ihn bekommt: Es ist Wenzel, der vernachlässigte Flüchtlingsjunge. Doch die ersehnte Brüderlichkeit und die ge-meinsame Familie scheitern. Wenzel, der sich als gefährlicher Sohn zu entpuppen scheint, wird von Maxens Vater nach vielen Kämpfen und Verirrungen weggejagt - die zweite Vertreibung eines Vertriebenenkinds.

Jahrzehnte später begegnen sich die beiden wieder, es kommt nun aber nicht zu Abrechnungen. Vielmehr ist Max fasziniert, dass Wenzel trotz allerlei Versuchungen, wie Drogen und Gewalt, nicht untergegangen ist.

Ein "klug komponiertes und überzeugendes Buch, das die Geschichte zweier Außenseiter auf faszinierende Weise mit der Geschichte von Heimatvertriebenen im noch jungen Wirtschaftswunderland Deutschland verbindet", schreibt Anton Philipp Knittel über das Werk.

Kurt Oesterle, geboren 1955 in Oberrot, studierte Literatur, Geschichte und Philosophie in Tübingen, wo er 1989 mit einer Arbeit über Peter Weiss promovierte. Er lebt als freier Autor in Tübingen und arbeitete 20 Jahre lang als Zeitungsjournalist, insbesondere für die Süddeutsche Zeitung und das Schwäbische Tagblatt. 2002 erschien bei Klöpfer & Meyer sein hoch gelobter und mit dem Berthold-Auerbach-Literaturpreis ausgezeichneter Debütroman "Der Fernsehgast oder Wie ich lernte, die Welt zu sehen".

Info Kartenvorverkauf und -reservierung: Musikbibliothek, Telefon: (07121) 303 28 47.

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