Kulturmeile an der Echaz : Ohne Wasser läuft nichts

Was haben Zelle und Kunstverein gemeinsam? Sie liegen beide an der Echaz. Der Fluss als Pulsader - am Ufer entlang steigt am Samstag ein "Stadtevent": eine "Kulturmeile" mit Kunst, Musik und mehr.

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  • Das Team: Anette Sommer, Ulrich Franz, Martina Kaplan, Karin Zäh. Foto: op 1/2
    Das Team: Anette Sommer, Ulrich Franz, Martina Kaplan, Karin Zäh. Foto: op
  • Kultur am Ufer der Echaz. Foto: pr 2/2
    Kultur am Ufer der Echaz. Foto: pr
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Die Echaz war und ist vieles: "industrielles Rückgrat" und "Entwicklungsachse". Auch als "Kaltluftschneise" ist sie unersetzlich, als Durchgangszone, die "für bessere Luft in der Stadt sorgt", wie Martina Kaplan vom forum Reutlingen erklärt. Das forum, eine Initiative für Stadtentwicklung, will nun am Samstag, 15. September, die Echaz auch als "kulturelle Pulsader" ins Bewusstsein rücken.

"Kulturmeile an der Echaz" heißt das Projekt, bei dem sich Kultureinrichtungen und Künstler entlang des Flusses einen ganzen Tag lang präsentieren - von neun Uhr morgens "bis in die Nacht hinein", wie Anette Sommer vom forum ergänzt. 14 Stationen umfasst diese "Kulturmeile", an allen Standorten werden große, überdimensionale rote Ballons mit dem Aufdruck "Reutlinger Kulturmeile" den Besuchern den Weg weisen. Geplant sind 40 Programmpunkte, darunter Ausstellungen, Konzerte, Führungen, Mitmachaktionen, Vorträge, Flohmärkte, Hocks und Tage der offenen Tür. Wer will, kann den Rundgang auch mit einem "EchazCocktail" krönen, doch davon später. Man könnte das Projekt "Kulturmeile" auch als Tag der kulturellen Uferpromenade bezeichnen.

Der Eventparcours beginnt im Südosten der Stadt mit dem Jugendclub "Kulturschock Zelle", führt dann zum Dreierkomplex Volkshochschule, Spendhaus und Stadtbibliothek (der Kern-Kulturmeile in der Altstadt) bis hin zur Stiftung für konkrete Kunst und zum franz.K im Nordwesten. Die Aufzählung zeigt: Die Echaz vereint durchaus "Gegensätzliches", so Kaplan - gewissermaßen als gemeinsames Band.

"Wir wollen die Echaz inszenieren", sagt Karin Zäh. Besonders augenfällig verspricht die Aktion "WasserWunder" zu werden: In, auf und an der Echaz werden zwischen Lindachbrücke und Sägemühle Bilder, Skulpturen, Installationen und Gemälde zu sehen sein, speziell für den Ort konzipiert von einer elfköpfigen Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern.

Doch die "Kulturmeile" bietet noch eine Fülle anderer Aktionen, auch im Bereich Wellness, Leibesübungen und Gesundheit, etwa "Nia und Wasser", eine "Mitmachchoreografie" für Jung und Alt, ferner eine "Mitmach-Akkupressur am Anti-Falten-Wasser-Punkt" oder ein "Mitmach-Dehnen des Wassermeridians" im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin.

Einen Schwerpunkt an diesem Programm-Tag bilden die Ausstelungen; die Bandbreite umfasst hier unter anderem spektakuläre Papierkunst von Danuta Karsten (Dominohaus), Malerei aus den Niederlanden (Kunstverein, siehe Kultur in der Region), Atelierbesichtigungen (Echazstraße 6) und eine Gedok-Werkübersicht (Wendler-Areal). Musik gibts auch - poetische Songs von Ali Coen im franz.K, Mixed Music in der Zelle, Trommler am ZOB und Workshops in Sachen Hip-Hop, Salsa & Discofox im Wendler-Areal.

Als Treffpunkt auf der "Kulturmeile" dient das Gerbersteghäusle am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Dort gibt es auch die "EchazCocktails", eine "Weltneuheit" in der Disziplin "Shaken", wie es augenzwinkernd heißt. Kreiert auf Johannisbeer-Basis von den Spezialisten Timo Weihard und Thomas Döhler wird dieser Cocktail wahlweise serviert als "Johann - der EchazSpritz mit schwäbischem Pfiff", als "Echaz 1880 - die Reutlinger Antwort auf den Caipi" oder als "Echaz sour - Regionaler gehts nimmer".

Laut Martina Kaplan ist die "Kulturmeile" gleichzeitig Höhepunkt der laufenden forum-Reihe "Wasser in der Stadt". Und wer weiß, vielleicht wird es die "Kulturmeile" auch regelmäßig geben, denkbar wäre ein Zwei-Jahres-Rhythmus, im Wechsel mit der Kulturnacht.

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