Kulturmacher plädieren für schnelle Lösung

Der Kulturverein I'kuh warf in seinem Jubiläumsjahr einen kritischen Blick auf seinen über 20-jährigen Werdegang und legte die Marschrichtung fest.

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Geprägt war der vom Vorsitzenden Sieger Maier vorgetragene Bericht von der Bewegung innerhalb der Kommune in Richtung Kulturhaus und der sich dabei ergebenden Fragen für den Verein: Wenn man 20 Jahre gegen eine Mauer gelaufen ist und plötzlich tut sich eine Türe auf, womöglich nicht genau an dem Platz den man vermutet hat, was tut man da? Damit wurde die pragmatische Alternativlösung für ein Pfullinger Kulturzentrum bei der Klosterkirche bei den Kulturaktivisten nochmals hinterfragt und begrüßt. Gleichzeitig sollte den Entscheidungsträgern in der Stadt auch Klarheit vermittelt werden. Denn der Gemeinderat soll noch im Frühjahr darüber entscheiden, ob und wo das geplante Kulturhaus entstehen soll. Für die beiden Alternativen Schloss und Klosterkirche gibt es Pläne und auch Kostenschätzungen.

Viele Kulturmacher der ersten Stunde und neu hinzugekommene plädierten dann auch für eine Lösung, die sehr rasch umgesetzt werden kann und auch finanziell zu stemmen ist. Der Bamberg-Entwurf für einen Anbau an die Klosterkirche ist eine attraktive Lösung ohne erkennbare Einschränkungen und um einiges realistischer, stellte die Versammlung mehrheitlich fest. Gleichzeitig wurde die bleibende Verantwortung des Vereins für den Erhalt des Kulturguts Schloss betont. Den Geschichtsverein weiß man da an seiner Seite und die von den Pfullinger gewerbetreibenden unterstützten Schlosshofkonzerte soll es weiter geben.

Doch letztlich ist das Gebäude nur eine Hülle und muss mit Leben gefüllt werden. Die Versammlung erinnerte sich deshalb an die inneren Werte des Vereins, die 1995 zu seiner Gründung geführt haben: Kein eigenes Vereinsheim zu wollen, sondern durch Vernetzung der Aktivitäten gemeinsam mit den anderen Kulturschaffenden und durch bürgerschaftliches Engagement zu etwas Größerem kommen. Daran habe der Verein konsequent festgehalten, beispielhaft wurden die Zeltkulturtage der Anfangszeit, das Brechtjahr oder auch die Kulturwege genannt.

In diesem Sinne solle jetzt das Forum Kulturhaus wirken, auf Antrag von i'kuh vor einem Jahr vom Gemeinderat aus der Taufe gehoben. Es setzt sich zusammen aus Vertretern der Pfullinger Kulturtreibenden Vereine, Vertretern von Verwaltung und Kulturwegekommission und je einem Mitglied der Gemeinderatsfraktionen. Als Veranstalter ist i'kuh erfahren und finanziell gut aufgestellt. Und wächst weiter. Das ging aus dem Bericht des Kassiers Werner Eichinger und dem Vorstandsbericht hervor.

Die Veranstaltungsreihen Schlosshofkonzert, "Auf dem Pfulben", Kultur im Klosterkeller und natürlich die Kellernacht erfreuen sich großem Zuspruch, war bei der Versammlung zu erfahren.

Der neu zu wählende Vorstand musste mehrere Aufgaben neu besetzen. Zweiter Vorsitzender Manfred Kober stand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. In den zwei Jahren seiner Vorstandschaft war er maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Vereinsbefragung, des Sponsorings und hat die Veranstaltung Mostkult initiiert. Als neue zweite Vorsitzende wurde Andrea Popp, Gründungsmitglied des Vereins und Mitglied der Kulturwegekommision der Stadt, gewählt.

Als Ersatz für die bisherige Schriftführerin Christine Westphal wurde Albert Mollenkopf gewählt, ebenso die Neupfullingerin Beate Scherer, die nicht zuletzt wegen der Kultur in die Echazstadt kam und Lotar Gutzeit als bisherigen Beisitzer ersetzte. Erster Vorsitzender Sieger Maier wurde bei der Sitzung in seinem Amt bestätigt, ebenso die beiden Beisitzer Karin Losch und Hartmut Stuhlinger.

Der neugewählte Vorstand sieht sich nun gut gerüstet für die kommenden Aufgaben mit einem klaren Votum der Mitgliedschaft.

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