Kreativ, witzig und originell

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Bestens besucht war der Handfest-Markt am Wochenende. Foto: Norbert Leister  Foto: 

chön. Ja wirklich – die insgesamt 76 Aussteller beim mittlerweile 7. „Handfest-Markt“ in der Garage des Wendler-Areals haben ausgesprochen schöne Dinge angeboten. Dinge, die den Alltag bunter, fröhlicher, netter, attraktiver gestalten. Dinge, die lecker schmecken, wie Pralinen und Gewürze. Oder Kleidung, die so wie alle anderen Dinge auch bei diesem Markt, handgefertigt sind. „Keine Massenware oder keine Händlerware, wie das richtig heißt“, sagte Eva Kissel, die zusammen mit Annette Scheuermann als Veranstalterin hinter diesem „Handfest-Markt“ steht.

„Der Aufwand ist riesig“, betonen beide Frauen. „Wir sind ja nicht in einem Veranstaltungsraum, sondern müssen die Garage hier zum Marktraum umgestalten“, so Scheuermann. Zelte, Zäune, selbst Toiletten werden zwar angeliefert, aufstellen müssen das aber die Veranstalterinnen. „Wir haben ein paar wenige Helfer, müssen aber selbst kräftig anpacken“, so Kissel. Dazu gehöre auch, Zäune, Zelte, Bänke und Tische aufzustellen, damit die Besucher sich gemütlich Kaffee und Kuchen schmecken lassen können. Viel Arbeit also, aber: Offensichtlich hat sich die Originalität und das Ambiente, das gar nicht wirkt wie in einer Tiefgarage, in den zurückliegenden sechs Jahren herum gesprochen – „die Aussteller kommen aus dem ganzen süddeutschen Raum, von Karlsruhe bis zum Bodensee, auch aus Bayern“, sagt Scheuermann. Und mittlerweile müssen die beiden Damen gar keine aktive Suche mehr nach Produzenten kreativer und attraktiver Dinge betreiben: „Anfangs blieb uns gar nichts anderes übrig, mittlerweile kriegen wir ganz viele Bewerbungen – wobei wir jedes Jahr ein Drittel neue Aussteller mit aufnehmen“, so Annette Scheuermann.

Die Vielfalt der Angebote, die am vergangenen Wochenende zu sehen war, ließ dabei kaum Wünsche offen: Handgeschnitzte Figuren, die mal als Vögel, mal als Hühner daherkamen, als tanzende Ballerinen oder auch als ziemlich gut genährte Vertreter der Gattung Mensch. Alle wurden sehr detailverliebt mit Sturmfrisuren abgebildet oder auch mit Krone, Dutt und Handtasche. Sehr kreativ, sehr witzig, sehr originell. All das traf auch auf die angebotene Kleidung, auf Kissen und Taschen zu, die etwa auch von den Veranstalterinnen selbst gefertigt werden. Andere Bereiche wie Schmuck, Papeterie, Fotos, selbstgemalte Bilder, Keramik, Glas, Stoff, oder gar Baumlampen – die Augen der zahlreichen Zuschauer glänzten an den jeweiligen Ständen, viele Aahs und Oohs waren zu hören, viele Gespräche mit den Künstlern wurden geführt.

Obwohl Eva Kissel und Annette Scheuermann zusätzlich zu dem jährlichen „Handfest-Markt“ einen Laden in der Reutlinger Weingärtnerstraße betreiben, können sie nach ihren eigenen Worten „leider (noch) nicht davon leben“, so Scheuermann. „Das ist eine große Liebhaberei von uns, es wird zwar besser mit den Einnahmen, aber es reicht eben immer noch nicht.“ Und dass sie zu dem Handfest-Markt drei Euro Eintritt verlangen? „Das müssen wir tun, sonst könnten wir die Miete für die Garage nicht bezahlen“, so Kissel. „Was uns besonders freut – es kommen auch Männer und bestaunen die Angebote“, sagen die Veranstalterinnen. Ob die nicht alle nur von ihren Frauen mitgeschleppt wurden? Beim Selbstversuch, also beim Gang an all den schönen Dingen vorbei, verfestigt sich der Eindruck: Unter den Besuchern sind gefühlte 90 Prozent Frauen.

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