Kreativ und handgefertigt

Der Andrang war groß beim 6. Handfest-Markt: Von der ersten Öffnungsstunde an kamen jede Menge Besucher, um sich "Weihnachtsgeschenke oder Anregungen zu holen", betonten die Organisatorinnen.

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6. Reutlinger Handfest-Markt: Schon am Samstag war der Zuspruch auf dem Wendler-Areal richtig gut.  Foto: 

Manchmal gab es ein ganz nettes Gedränge zwischen den rund 75 Ständen in den alten Fabrikhallen des Wendler-Areals. Doch die Besucher nahmen es gelassen, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und bestaunten all die kreativen und künstlerisch anregenden Dinge, die es beim 6. "Handfest-Markt" zu sehen gab, noch ein wenig intensiver.

Wie die Organisatorinnen Eva Kissel und Annette Scheuermann auf diesen Namen gekommen sind? "Das war, während wir mit den Hunden Gassi gingen, wir haben einfach ein bisschen rumgesponnen", sagte Kissel. Klar war den beiden Frauen von Anfang an, dass "wir keine Handelsware wollten", so Scheuermann. Handgefertigt sollten die Gegenstände sein, die bei ihnen ausgestellt würden. Selbstgemacht und "hochwertig kreativ, eine Plattform für solche Gegenstände haben wir hier an der Achalm vermisst", sagte Kissel. Beide Frauen waren von Stuttgart nach Reutlingen gezogen, "anfangs war es nur die Idee, ein ganz kleines Märktchen in einem Fotostudio zu veranstalten", erläuterte Kissel. Doch nach dem ersten Handfest-Markt in Pfullingen auf dem Blessing-Gelände fanden sich immer mehr Aussteller, die offensichtlich nur auf solch eine Präsentationsmöglichkeit gewartet hatten.

Ein gewisses Handicap war zunächst eine etwas seltsame Regelung, die im Regierungspräsidium Tübingen gilt: Beim Sonntagsverkauf dürfen nicht mehr als 25 Prozent der Aussteller aus dem Bereich des Tübinger Regierungspräsidiums kommen. "Was das soll, verstehen wir bis heute nicht", sagten die Frauen. Bei der intensiven Suche auf Kunsthandwerkermärkten hätten sich aber ausreichend Aussteller gefunden, die bereit waren, nach Reutlingen zu kommen. "Wir haben sogar eine Warteliste und können gar nicht alle nehmen", sagte Kissel. "Wir schauen aber immer danach, dass wir jedes Jahr rund 20 neue Aussteller dabei haben."

Von Papeterie-Erzeugnissen über Holzschmuck, Keramik, Schmiedearbeiten, Produkte aus Filz und Wolle oder auch von Bürstenmachern gab es am Samstag und Sonntag jede Menge zu entdecken, zu bestaunen und zu kaufen. Der Termin sei optimal, betonte Kissel. So kurz vor der Adventszeit würden sich viele Besucher schon mal mit Geschenken eindecken, denn: Es gibt ja tatsächlich Menschen, die nicht erst am Heiligen Abend auf die Suche gehen, um ihre Liebsten zu beglücken.

"Wir haben jetzt auch zwei bis drei Stände für Männer", sagte Kissel, die damit zweifellos andeuten wollte, dass die meisten der kreativen Angebote doch eher dem weiblichen Geschmack entsprachen. Und was wurde für Männer geboten? Baumarktartikel? "Nein, das haben wir nicht", schmunzelten die beiden Damen. Aber immerhin gab es ja zum Beispiel hochwertige Rasierpinsel, natürlich handgefertigt.

Mit dem Eintrittspreis von zwei Euro hätten sich die Besucher schnell abgefunden, kaum jemand, der den Preis nicht bezahlen wollte. "Diejenigen, die fragten, haben dann aber schnell eingesehen, dass wir das Eintrittsgeld brauchen, um den Markt zu finanzieren", erzählte Annette Scheuermann. Anfangs hätten die beiden Damen die Organisation und Miete rein über die immer noch sehr moderaten Standmieten finanziert und bei den ersten beiden Märkten jeweils draufgelegt. "Jetzt kommen wir dabei raus", so Kissel. Und: "Es gibt in Reutlingen so viele Leute, die sich über unseren Handfest-Markt freuen", sind sich beide einig.

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