Kopfstoß gegen Schiri

Weil er beim Fußballspiel der Kreisliga A 2 gegen den TSV Sickenhausen ausrastete und Schiedsrichter Arne Ness einen Kopfstoß verpasste, wurde der Spieler des TK Anadolu SV Reutlingen, Fatih C.

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Weil er beim Fußballspiel der Kreisliga A 2 gegen den TSV Sickenhausen ausrastete und Schiedsrichter Arne Ness einen Kopfstoß verpasste, wurde der Spieler des TK Anadolu SV Reutlingen, Fatih C. jetzt von Amtsrichter Eberhard Hausch wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 40 Euro verurteilt.

Sportgerichtlich hat der Aussetzer für den 29-Jährigen Amateur ebenfalls Folgen: Er wurde vom Württembergischen Fußball-Verband für die restliche Spielzeit gesperrt und muss eine Strafe von 120 Euro bezahlen. Der Verein hat den Spieler zudem ausgeschlossen.

Das Spiel am 23. August in Sickenhausen war das erste des frisch aufgestiegenen SV Anadolu-Teams. Fatih C. bekam bereits in der ersten Halbzeit nach einer Auseinandersetzung mit einem Mitspieler die Gelbe Karte gezeigt. Nach einer Stunde stand es 7:0 für die Gastgeber und Fatih C. wurde von seinem Trainer ausgewechselt. Weil er seine Mitspieler in diesem Moment wütend angeschrien habe, zückte der Schiri Gelb-Rot. Da verlor der 29-Jährige nach eigenen Angaben vollends die Nerven, ging auf den Unparteiischen zu, umklammerte ihn, riss ihm die Karte aus der Hand und verpasste ihm einen Kopfstoß. Arne Nees erlitt eine Nasenbeinprellung und ein Halswirbelschleudertrauma. Er brach das Spiel ab und wurde mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

Vor Gericht zeigte sich der Spieler reuig und entschuldigte sich bei dem Verletzten. Weil er nicht vorbestraft ist und es sich bei der Tat wohl um ein einmaliges Vergehen handele, so der Amtsrichter, beließ er es bei der Geldstrafe.

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