KOMMENTAR: Zug-Zwang

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Die Region fährt voll ab auf die Bahn. Bei der ersten gemeinsamen Sitzung und Info-Veranstaltung des Kreistags mit den Gemeinderäten aus Reutlingen und dem Ermstal am Mittwochnachmittag in der Metzinger Stadthalle einte eine breite Zustimmung und Unterstützung der Regionalstadtbahn die Gremien.

Das war nicht immer so. Als im Jahr 2000 die erste Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde, "war es noch ein kleiner Haufen von Amtsträgern ohne politische Mehrheiten in den Gremien", erinnerte Reutlingens OB Barbara Bosch an die Anfänge. Heute sind sich alle einig, stehen hinter dem jetzt ausgearbeiteten Konzept.

Alle? Die breite Front der Überzeugung gilt es für Landrat Thomas Reumann und sein Team nun auch nach Stuttgart und Berlin zu tragen. Bei allem politischen Wohlwollen für den Ausbau des Schienenverkehrs kennt auch der grüne Landesverkehrs- und Infrastrukturminister Winfried Hermann seine Grenzen. Vor allem die der finanziellen Mittel. Anträge auf Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungs-Gesetz werden in vier Kategorien eingeteilt: Projekte rund um Stuttgart 21 in der Realisierung, die zu Ende finanziert werden müssen, Projekte mit vertraglicher Verpflichtung schon in der Umsetzung, politisch versprochene Projekte mit fester Finanzzusage wie die Stadtbahn Ulm etwa und schließlich Kategorie vier, Projekte mit bereits eingereichten Plänen oder festem Planungsstatus. In diesem "Korb" liegt die Regionalstadtbahn Neckar-Alb. Und innerhalb dieser Körbe gilt das "Windhund-Prinzip" - wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Hier wird sich schon sehr bald zeigen, ob andere früher den richtigen Zug gemacht haben.

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