Kommentar: Flüchtlinge: Jetzt ist die Stadt gefordert

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Was die Pfullinger Ehrenamtlichen da gerade auf die Beine stellen, um die Flüchtlinge nicht nur willkommen zu heißen, sondern sie auch ins städtische Leben zu integrieren, kann sich sehen lassen: ein Begegnungsnachmittag, ein Stadtspaziergang, eine Planungsgruppe, die Strukturen schaffen und - strategisch ausgetüftelt - eine wichtige Position nach der anderen besetzen möchte. Davon profitieren die 17 Flüchtlinge, die bereits da sind, vor allem aber werden wohl die 30 Menschen dieses Engagement zu schätzen wissen, die Mitte März in das vom Landkreis angemietete Gebäude in der Kraußstraße einziehen werden.

Es kann allerdings nicht allein Aufgabe der Bürger und Kirchen sein, sich um die Asylbewerber zu kümmern. Auch wenn Gert Seeger und Karl Wagner das zu den ureigensten Aufgaben des Bürgertreffs zählen. Einen Beauftragten, der als Schnittstelle zur Stadt aktiv wird, suchen die Ehrenamtlichen ihrerseits. Dann sollte auf der anderen Seite aber auch jemand sitzen, der sich als Hauptamtlicher um die Flüchtlinge und die Menschen, die ihnen helfen wollen, kümmert. Ein Koordinator, der den "Job" nicht noch zusätzlich und nebenbei macht, sondern wirklich Zeit hat, sich der Aufgabe zu widmen.

Denn damit, zusammen mit dem Landratsamt einen Informationsabend zu organisieren, an dem über die Unterbringung der Flüchtlinge in der Kraußstraße und ihre Betreuung gesprochen wird, ist es nicht getan. Zumindest dann nicht, wenn die Integration auch nachhaltig gelingen soll.

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