Kommentar: Extremfall

Ballsport ist wie Beton - es kommt drauf an, was man draus macht! Wenn etwa in der Ersten BasketballLiga Ulmer Fans zu hunderten in Tübingen das Ratiopharm-Team gegen die Walter Tigers anfeuern, brodelt in der Tübinger Paul-Horn-Arena zwar Emotion pur, aber völlig gewaltfrei.

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Ballsport ist wie Beton - es kommt drauf an, was man draus macht! Wenn etwa in der Ersten BasketballLiga Ulmer Fans zu hunderten in Tübingen das Ratiopharm-Team gegen die Walter Tigers anfeuern, brodelt in der Tübinger Paul-Horn-Arena zwar Emotion pur, aber völlig gewaltfrei. Eine einzelne Polizeistreife reicht in der Regel aus, um nach dem Rechten zu sehen. Eingreifen muss sie höchst selten.

Ganz anders beim Fußball, der "schönsten Nebensache der Welt". Hier wird - im Extremfall - das Spiel komplett zur Nebensache. Ultra-Fans der Kategorie C, als gewaltsuchend eingestuft, geht es nur um Randale. Im Vorfeld des DFB-Pokalspiels verhängte die Stadt deshalb gegen gut 30 bekannte Störenfriede beider Fanlager ein Aufenthaltsverbot. Um die Gruppierungen, deren angespanntes Verhältnis bekannt ist, strikt zu trennen und Übergriffe von vornherein im Keim zu ersticken, stehen tausend Einsatzkräfte parat. Bei normalen Spielen reicht ein Zug, rund 30 Mann. Müsste der Veranstalter, wie jetzt in Bremen vorgesehen, diese horrenden Sicherheitskosten tragen, wäre das der Tod des Fußball-Spielbetriebs. Das kann doch keiner wollen, nicht mal der Ultra oder Hooligan!

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