Königliches Nancy als Stadt der Lichter

Die Herbstausfahrt der Deutsch- Französischen Gesellschaft Reutlingen führte nach Nancy, in die Hauptstadt von Lothringen.

|
Die Reutlinger DFG-Reisegruppe vor dem Westportal der Kathedrale St. Etienne in Toul. Foto: K.J. Renz

Erster Halt war das René-Lalique-Museum in Wingen-sur-Moder, heißt es in einer Mitteilung der DFG. Er war einer der bekanntesten Schmuck- und Glaskünstler der "Art Nouveau" und der "Art Déco", der französischen Ausprägung des Jugendstils. Schmuck, Vasen, Lampen sowie eine große Anzahl Parfüm-Flacons sind dort zu bewundern. Im Hotel traf man die Freunde der "Association-Franco- Allemande de Roanne", angeführt von der Präsidentin Michèle Michalon, die mit den Reutlingern erlebnisreiche Tage verbrachten.

Nancy, die königliche Stadt, ist die Stadt der Lichter. Historisch war Nancy die Hauptstadt des Herzogtums Lothringen. Nach der Revolution ist sie Hauptstadt der Provinz Lothringen. Seit 1777 ist Nancy Sitz des Bistums Nancy/Toul. Die "Ecole de Nancy" hat der Stadt ein außergewöhnliches Kulturerbe hinterlassen - Villen im Jugendstil erbaut, viele mit Jugendstilornamenten geschmückte Häuser und Geschäfte, prächtige Paläste und Plätze.

Eine der schönsten "Art Nouveau"-Ausstellungen befindet sich in der "Ecole de Nancy" der früheren Villa des Mäzens Eugene Corbin. Möbel, Gemälde, Lampen und eine gedeckte Tafel zeigen den Reichtum und die Vielfalt dieser Epoche. Der angrenzende Garten lädt zum Verweilen und betrachten weiterer Kunstgegenstände ein.

Eine Fahrt mit dem "Petit Train" führte nachmittags zu markanten Punkten der Altstadt. Der glanzvollste Anblick erwartete die Gruppe am Ende der Fahrt am "Place Stanislas". Dieser gilt als der "schönste Platz der Welt" mit seinen aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäudekomplexen, vergoldeten Toren und Brunnen. Gekrönt wird der Platz vom Denkmal Stanislas, des ehemaligen Königs von Polen und späteren Herzogs von Lothringen und Bar. Das gesamte Ensemble wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben.

Tags darauf besuchte man das "Musée Lorraine" im Herzen der Altstadt im ehemaligen Palais der Herzöge von Lothringen und die "Eglise des Cordeliers" - Zeugen einer bemerkenswerten künstlerischen und kulturellen Bedeutung der Region. Sammlungen veranschaulichen diese prunkvolle Geschichte ebenso wie die Meisterwerke von Georges de La Tour und Stiche von Jaques Callot. In der "Eglise des Cordeliers" sind in einer Kapelle die Sarkophage der Lothringer und Habsburg-Lothringer Herzöge aufgebahrt. Otto von Habsburg ließ jedes Jahr eine Messe für die Verstorbenen lesen und feierte hier goldene Hochzeit.

Nachmittags besuchte die Gruppe die Firma "Batt Chocolats". Ein Chocolatier erklärte die Herstellung der Schokolade, den "Bergamotes de Nancy" (Bonbons) sowie der weltberühmten "Macarons de Nancy". Die Leckereien wurden selbstverständlich auch verkostet.

Vor der Heimreise wurde im nahen Toul die Kathedrale Saint-Étienne, im Stil der Gotik erbaut zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, besucht. Die Kirche gilt als herausragendes Beispiel des Flamboyant- Stils. Bedeutend sind auch zwei Kapellen der Renaissance.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Durch den Berg ans Ziel

Kurz vor der Öffnung des Scheibengipfeltunnels am Samstag blickt Bauleiter Norbert Heinzelmann auf die vergangenen acht Jahre zurück. weiter lesen