Kleiner Verein, große Taten

Kleiner Verein, große Taten - so könnte man beschreiben, was der Reutlinger Verein Integramus macht. Zum zehnjährigen Bestehen berichtet er über die geleistete Arbeit, heißt es in einer Mitteilung.

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Vorbildliches Bildungszentrum geschaffen: Gerhard und Luba Maier im Kindergarten in Kenia.  Foto: 

Die Integration ausländischer Mitbürger in Deutschland und die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit durch verschiedene humanitäre Projekte in Afrika und Osteuropa - das waren und sind seit der Gründung 2004 die zwei Hauptziele des Vereins Integramus. Die Zusammenarbeit von neun ehrenamtlichen Mitgliedern aus vier verschiedenen Nationen (Deutschland, Ukraine, Weißrussland und Togo) beweist, wie erfolgreiche Integration gelebt werden kann. Dank eigener Erfahrungen unterstützen die Vereinsmitglieder andere ausländische Mitbürger mit Rat und Tat.

Besonders stolz kann der kleine Verein auf seine Erfolge in Afrika sein. Aus einer Zuflucht in einer ehemals baufälligen Hütte für 25 Waisenkinder hat der Verein im kenianischen Dorf Biga ein vorbildliches Bildungszentrum gemacht. Ein festes Gebäude wurde gebaut und mit Wasserbrunnen, Sanitäranlagen sowie notwendigen Möbeln ausgestattet. Seit der Eröffnung 2007 konnten über 700 Kinder nicht nur Vorschulbildung genießen, sie wurden mit sauberem Wasser, warmem Essen und qualifizierter medizinischer Betreuung versorgt. Auch die Erwachsenen des Dorfes besuchten Alphabetisierungs- und Sprachkurse. Die Integramus-Academy ist zu einer wichtigen und sehr geschätzten Einrichtung in Biga geworden. Der Kindergarten- und Vorschulbetrieb läuft mittlerweile routiniert und weitestgehend eigenverantwortlich ab.

Trotz des Schlaganfalls eines der Projektleiter, Gerhard Maier, im Jahre 2007, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wurde das Engagement vor Ort mit besten Kräften nicht nur weiter fortgesetzt, sondern ausgebaut. In den vergangenen zwei Jahren konnte das Leben der Dorfbewohner durch den Bau von zwei Wasserbrunnen wesentlich erleichtert und verbessert werden.

Vor zwei Jahren weitete Integramus sein Afrika-Engagement durch Projekte in Togo aus, unter anderem mit dem Bau einer Schule im Dorf Anfoko. Inzwischen dürfen die ersten einhundert Schüler in einem schönen Gebäude lesen und schreiben lernen. Im kommenden Jahr werden dank der Unterstützung der "Daimler ProCent-Initiative" ein Sanitärgebäude und eine Beton-Wasserzisterne gebaut.

Derartige Einrichtungen können sich in Afrika fast nie aus eigener Kraft tragen, sie sind auch in Zukunft auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die vergangenen Monate wurden besonders durch die geopolitischen Geschehnisse in Osteuropa bestimmt. Es wurden viele Hilferufe an die aus der Ukraine stammenden Mitglieder des Vereins aus der vom Krieg erschütterten Heimat gerichtet. Wie in allen derartigen Krisengebieten leiden die Kinder und Alten am meisten. Besonders jetzt, im Winter, wird in den Kinder- und Altenheimen dringend Geld für warme Kleidung, Medikamente und Lebensmittel benötigt. Hier plant Integramus in nächster Zukunft diese mit Hilfsprojekten zu unterstützen.

Integramus hofft auf weitere Unterstützung

Dank der Einzelspenden von Bürgern und dem Ehrgeiz der Studenten der ESB Business School Reutlingen konnten die laufenden Kosten der Projekte in den vergangenen Jahren gedeckt werden. Damit die Projekte des Vereins auch in Zukunft fortgeführt werden können, hofft Integramus weiter auf die Unterstützung durch Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland; www.integramus.de. Spendenkonto: Kreissparkasse Reutlingen, Nummer: 100003354, BLZ: 640 500 00, IBAN: DE95 6405 0000 0100 0033 54, BIC: SOLADES1REU.

 

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