Keine Hürde für die Firma

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Das Autohaus Menton hat jetzt ein so genanntes Ausbilderversprechen unterzeichnet. Darin verpflichtet sich das Unternehmen mit zehn Standards zu guter und fundierter Ausbildung der Azubis.  Foto: 

Allen unseren Mitarbeitern ist bewusst, dass sie insbesondere unseren Auszubildenden gegenüber eine Vorbildfunktion haben.“ Dieser Satz ist einer von insgesamt zehn Standards, denen sich das Reutlinger Autohaus Menton am Freitag mit Unterzeichnung einer Urkunde verpflichtet hat.

Frank Menton als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens mit Zweigniederlassungen in Reutlingen, Münsingen und Tübingen sagte: „Das Ausbilderversprechen ist eigentlich keine Hürde, wir erfüllen die zehn aufgeführten Standards problemlos.“

Insgesamt 500 solcher „Versprechen“ wurden bislang im Handel unterzeichnet, wie Sabine Hagmann als Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg am Freitag betonte. „Ziel der Selbstverpflichtung ist, gute Ausbildung im Einzelhandel nach vorne zu bringen“, so Hagmann. Gleichzeitig solle den Auszubildenden wie auch den Eltern signalisiert werden, „im Handel gibt es tolle Ausbildungen und tolle Aufstiegs­chancen, wie sonst kaum in einem anderen Gewerbe“. Eine Kontrolle, ob die unterzeichnenden Unternehmen die Standards auch einhalten, gebe es nicht, führte Ludwig Schmid vom Handelsverband aus. „Kontrolliert wird das Versprechen von den Azubis und den Eltern selbst – sie können und sollen auch mal den Finger heben und fordern, dass in den Unternehmen bei der Ausbildung womöglich nachjustiert wird“, so Sabine Hagmann.

Das Autohaus Menton hat mehr als 40 Azubis, die in dem Unternehmen zur Kfz-Mechatronikerin und Mechatroniker ausgebildet werden sowie zu Automobilkaufleuten, betonte Tanja Wendel als Ausbilderin und Personalentwicklerin bei Menton. Als „Randgruppe im Handelsverband“ bezeichnete Frank Menton sein Autohaus und er betonte: „Wenn man im Handel keine gute Ausbildung bietet, hat man es als Unternehmen ganz schwer.“ Und zwar vor allem damit, guten Nachwuchs zu finden. Was für Menton aber bislang kein Problem darstelle: „Wir haben tolle Azubis“, so Frank Menton. Jedes Jahr würden rund 50 Prozent übernommen. „Es ist gut, dass auch eine weibliche Mechatronikerin bei uns ist – sie bringt Sitte und Ordnung in die Werkstatt“, sagte der Geschäftsführer augenzwinkernd.

Das Autohaus Menton wurde 1927 von Hermann Menton gegründet. Schon fünf Jahre später erhielt das Unternehmen einen BMW-Händlervertrag. 1936 wurde das Stammhaus in der Aulberstraße gebaut, 1986 ein Neubau Am Heilbrunnen erstellt.
Heute bildet das Reutlinger Autohaus mehr als 40 Azubis aus in den Bereichen Kfz-Mecha­troniker und Automobilkaufmann.

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