Karl und Waltraud Rennstich wieder zurück in Deutschland

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Im September 1977 kam die Familie Rennstich endgültig zurück nach Deutschland, Karl Rennstich war fortan in der Prälatur Heilbronn im Amt für Entwicklungshilfe tätig. "Da war er fast nur unterwegs und kaum zuhause", so Waltraud Rennstich.

Der Ruf der Habilitation ereilte den Theologen dann aus Basel, was aber nicht bedeutete, dass die Familie auch dorthin zog. Im Gegenteil: 1986 führte ihr Weg sie nach Hamburg an die dortige Missionsakademie. Das empfand Waltraud Rennstich regelrecht als dekadent: "Da kamen Studenten aus den ärmsten Ländern der Erde in die reichste Gegend von Hamburg."

Jeden Montag fuhr der Professor mit dem Zug zur Vorlesung nach Basel, bis er 1992 nach Bad Urach gerufen wurde: Er sollte dort das Pastoralkolleg aufbauen. "Das mache ich nur, wenn ich auch als Gemeindepfarrer tätig sein kann", schränkte Rennstich ein. In Seeburg hielt er somit sonntags die Predigt, war unter der Woche mit dem Kolleg beschäftigt und fuhr freitags immer nach Basel. Seit 2002 ist er nun im Ruhestand und fand in Reutlingen tatsächlich genau das - deutlich mehr Ruhe. Jetzt wurde im Hohbuch goldene Hochzeit gefeiert.

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