Junge Union gegen Auskreisung

"Auskreisung? Nein Danke!" Stadt - und Kreisverband der Jungen Union (JU) sprechen sich vehement gegen eine Auskreisung Reutlingens aus.

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Die von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch geplante Auskreisung bringt nach Ansicht des CDU-Nachwuchses erhebliche organisatorische Probleme und finanzielle Risiken mit sich. Durch eine körperschaftliche Trennung der Stadt Reutlingen vom Land-kreis entstehen etwa in der Jugendhilfe, bei der Straßenverwaltung und vielen anderen Verwaltungseinrichtungen zwangsläufig Doppelstrukturen, die in finanzieller und struktureller Hinsicht unnötig sind.

"Besonders mit Blick auf den überschuldeten Haushalt sind Ausgaben für die Errichtung und den Erhalt von Strukturen, welche bereits vorhanden sind, ein absurder Gedanke", so Philip Schwaiger, Stadt-verbandsvorsitzender der JU Reutlingen. Dieses Mammutprojekt werde sich nicht durch den Wegfall der Kreisumlage finanzieren lassen.

Ungeklärt sei auch das Verfahren mit gemeinsamen Einrichtungen wie den Kreiskliniken, Kreissparkasse oder Berufsschulen und Projekten wie der Regionalstadtbahn. Hier lägen keinerlei Konzepte oder Lösungsansätze vor, zumal die Kliniken ohnehin schon das Sorgenkind des Kreises seien. Eine ungeklärte finanzielle Zukunft trage mit Sicherheit nicht zur Verbesserung der Lage der Kliniken bei, welche weiterhin tief in den roten Zahlen stehen. Ein weiteres Problem sei die Aufteilung der Schulden des Kreises, auch hier bahne sich ein Blindflug an, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für JU-Pressesprecher Daniel Konzelmann ist klar: "Die JU tritt entschieden dafür ein, den starken und zusammengewachsenen Kreis in seiner heutigen finanzkräftigen Form zu erhalten und nicht in zwei kleinere finanzschwächere Einheiten zu zerschlagen, wie Frau Bosch es plant." Der Jungen Union sei kein relevanter Gewinn für Stadt oder Landkreis ersichtlich, der auch nur annähernd die Reformkosten und deren Folgen rechtfertigen würde. Im Gegenteil: die geplante Auskreisung reißt über Jahrzehnte gewachsene Strukturen auseinander. Stadt und Kreis Reutlingen bilden eine für die Bürger von Stadt und Land vorteilhafte Symbiose, welche man nicht leichtfertig zerstören sollte.

"Stadt- und Kreisverband der JU Reutlingen fordern OB Bosch gemeinsam dazu auf, die Planungen für ein derart nutzloses Prestigeprojekt, das Stadt und Landkreis in eine ungewisse Zukunft führt, zu beenden und sich stattdessen besser um die Sanierung des maroden Haushalts zu kümmern," so JU-Kreisvorsitzende Valérie Neumann. Hier lägen die wahren Probleme für die Zukunft, die man verantwortungsvoll anpacken sollte, um der jungen Generation statt eines unvorteilhaften Großprojekts, solide und zukunftsfähige Finanzen zu hinterlassen.

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