Jugendliche in Klinik eingeliefert

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Nach dem Konsum einer offenbar mit Betäubungsmitteln versetzten Zigarette mussten am Sonntagnachmittag ein 16-jähriges Mädchen und ihr 18-jähriger Bekannter in eine Klinik eingeliefert und stationär aufgenommen werden.

Die beiden hatten gemeinsam im Bereich des Oskar-Kalbfell-Platzes die Zigarette im Wissen, dass sich darin Drogen befinden, geraucht und danach einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte die Zigarette mit einer Kräutermischung, sogenannten Legal Highs, versetzt gewesen sein. Die Rauschgiftfahnder der Kriminalpolizei haben daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen.

Konsum voller Risiken

Die Polizei warnt eindringlich vor dem Konsum von „Legal Highs“, die als Kräutermischungen, Lufterfrischer oder Badesalze in Form von Kräutern, Pulvern, Tabletten oder Kapseln hauptsächlich über den Versandhandel im Internet angeboten werden. Aufmachung und Vermarktung erwecken einen harmlosen Eindruck, dabei birgt der Konsum nichts als Risiken.

Bei kriminaltechnischen Untersuchungen wurden als Wirkstoffe illegale Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende Stoffe festgestellt, wobei die Konsumenten nicht wissen, welchen Wirkstoff sie in welcher Konzentration aufnehmen und was das für Folgen hat.

Konsumenten müssen nach der Einnahme oder dem Rauchen häufig intensivmedizinisch behandelt werden. Sie klagen über Übelkeit, Schwindel, Zitteranfälle, Kreislaufversagen, Ohnmacht und psychische Probleme wie Orientierungslosigkeit, Wahnvorstellungen und Psychosen.

Bundesweit gab es bereits, wie die Polizei mitteilt,  mehrere Fälle von lebensgefährlichen Intoxikationen, die teilweise Nieren- und Kreislaufversagen oder Muskelzerfall nach sich zogen. Der Konsum von „Legal Highs“ ist daher alles andere als cool, sondern nur gefährlich.

Sofern in den Mischungen Stoffe enthalten sind, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, werden aus den „Legal Highs“ schnell „Illegal Highs“, Und derjenige, der sie besitzt oder mit ihnen handelt, macht sich außerdem strafbar.

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