Jetzt steht der Rückbau in den Urzustand an

Oferdingen ist das Tor zur Metropolregion Stuttgart und bald um die Kulturscheune reicher. Bevor die Arbeiten am Freitag endgültig losgehen, erklärten die Verantwortlichen die künftige Nutzung des Bauwerks.

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Sind guter Dinge (von links): Peter Geier (Gebäudemanagement), Albrecht Henes, Vorsitzender des Fördervereins Kulturscheune, Bezirksbürgermeister Ralph Schönenborn, Ute Hofstätter (Kämmerei), Jürgen Haasis (Gebäudemanagement), Architekt Stefan Raab und Wolfgang Kühn (Gebäudemanagement). Foto: Jan Zawadil

Bisher macht sie wenig her. Doch nachdem Oferdingen ohnehin das Tor zur Metropolregion Stuttgart sei, wie Bezirksbürgermeister Ralph Schönenborn scherzte, wird die Scheune im Ortszentrum nun endlich zur Kulturscheune und zum Mittelpunkt des künftigen Ortsgeschehens. Bevor am Freitag der Startschuss fällt, wiesen die Verantwortlichen darauf hin, dass an diesem Tag nicht nur gefeiert, sondern vor allem geschafft wird. Muss doch das vom Hagel in Mitleidenschaft gezogene Dach zunächst ab- und neu gedeckt werden, um die Scheune wieder trocken zu legen.

Auf die Macher kommt viel zu. "Jetzt steht der Rückbau in den Urzustand an", erklärte Architekt Stefan Raab. Und da sei Eigenleistung durch den Förderverein und die Helfer notwendig. "Der Prozess ist so wunderschön wie das, was entstehen wird", sagte Albrecht Henes, Vorsitzender des Fördervereins. Vor sechs Jahren, als die Idee geboren wurde, habe niemand gedacht, dass daraus jetzt ein so großes Projekt würde. Belaufen sich die Kosten doch auf knapp 300 000 Euro, die aus Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum in Höhe von 95 000 Euro, einem Zuschuss der Stadt (50 000 Euro) sowie Eigenleistungen und Spenden gestemmt werden sollen. "Wir haben uns auf einen Marathon begeben", betonte Schönenborn. Angesichts der Vorarbeit und dem anstehenden Baubeginn sei die Zielgerade aber schon in Sicht. "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit der Bezirksgemeinde und dem Verein den Weg zu gehen", sagte Peter Geier, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, ist vor allem dem Engagement des Fördervereins zu verdanken. Noch zu Zeiten des früheren Bezirksbürgermeisters Dieter Gehr sind die Oferdinger aufs Rathaus gegangen und fragten nach, wie sie ihre Idee einer Kulturscheune umsetzen könnten. "Demonstrieren würde ich dafür nicht", erinnerte sich Henes an die damaligen Worte Gehrs. Die Idee, einen Förderverein zu gründen, habe hingegen Charme gehabt und übertraf alle Erwartungen. Ging es vor sechs Jahren doch mit 50 Mitgliedern los. Zwischenzeitlich ist die Zahl auf 160 Unterstützer gewachsen. Die Palette reicht von Einzelmitgliedern bis hin zu ganzen Vereinen. Und die sind jetzt nicht nur bei den Arbeiten für die Kulturscheune gern gesehen, sondern profitieren nach deren Fertigstellung ganz konkret. Schließlich wird es nicht nur ein Veranstaltungsraum mit Bühne, bis zu 80 Sitzplätzen und sanitären Einrichtungen. Die Scheune kann mit ihrer Infrastruktur auch als wichtige Ergänzung für Feste auf dem Dorfplatz genutzt werden.

Trotz allem gibt es einen großen Wermutstropfen. "Es wird ein Kaltraum", erklärte Architekt Raab. Das heißt, es wird keine Heizung eingebaut, Veranstaltungen bei kalter Witterung bleiben die absolute Ausnahme. Allerdings können sich die Macher vorstellen, die Kulturscheune beispielsweise in den Weihnachtsmarkt einzubeziehen. Letztlich ist der Einbau einer Heizung aber dennoch nicht ausgeschlossen. Zunächst muss der Verein jedoch Spenden für die jetzigen Arbeiten sammeln. Wobei es dem Förderverein nicht bange ist, dass die notwendigen Gelder auch zusammenkommen. Könne man doch auf die Oferdinger zählen, wenns um etwas geht.

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