Jede erreichte die Spitze

Beim Wandern nach Brustkrebs des Deutschen Alpenvereins, Sektion Reutlingen, sind die teilnehmenden Frauen bei ihrem Ausflug in die Berge über sich hinaus gewachsen, heißt es in einer Mitteilung.

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Abenteuer Bergwandern im Verwall - dank der Erika-Seeger-Stiftung und der DAV-Sektion.  Foto: 

Dank der Erika Seeger-Stiftung für Tumorkranke in Kooperation mit dem Brustzentrum im Klinikum am Steinberg und der DAV- Sektion Reutlingen konnten bereits zum sechsten Mal Frauen nach einer Brustkrebserkrankung unter der Leitung von Ute Bauer, Martina Negwer und Dorothee Stengel vom 9. bis 11. Juli ins Verwall (Vorarlberg/Österreich) zur Kaltenberghütte reisen.

Zehn Frauen mit unterschiedlicher Wander- und Lebenserfahrung im Alter von 31 bis 76 Jahren ließen sich auf das Abenteuer Bergwandern ein. Die Rahmenbedingungen konnten besser nicht sein - das Wetter war ideal und das Leitungsteam organisierte den Gepäcktransport mit der Materialseilbahn.

Von St. Christoph am Arlbergpass erfolgte der dreistündige Aufstieg zur Kaltenberghütte (2089 Meter) über den Paul Bantlin-Weg. Die Ankunft auf der Reutlinger Sektionshütte war das erste Erfolgserlebnis und wurde mit dem legendären Marillenstrudel des Hüttenwirts Ulli Rief belohnt. Die Hüttenabende gestalteten sich gemütlich. Die Gesangsbücher wurden ausgepackt und trotz unterschiedlicher Geschmäcker und Kompetenzen sangen die Frauen mit großer Freude bis zur Hüttenruhe.

Je nach Fitness und Interesse konnten sich die Teilnehmerinnen zwischen einer Rundwanderung über die Maroiköpfe (2529 Meter) oder der Besteigung der Krachelspitze (2686 Meter) entscheiden. Beide Wanderungen sind kein Spaziergang, denn es mussten einige steile Abschnitte im Fels bezwungen werden, die Mut und Selbstvertrauen von den Wanderinnen abverlangten. Ein großes Kompliment galt den Wanderführerinnen, die die Teilnehmerinnen mit Achtsamkeit leiteten. So erreichte jede die Spitze und konnte stolz und voller guter Gefühle auf das hinabblicken, was sie geschafft hatte.

Der Abstieg am dritten und letzten Tag erfolgte - wiederum wahlweise - über den etwas kürzeren Paul Bantlin-Weg oder über den Berggeistweg, der etwa vier Stunden in Anspruch nimmt. Unten angekommen, wurde die Gruppe bei einem Abschlussessen vereint. Müde aber glücklich wünschen sich die Frauen, dass diese Erfahrung noch vielen anderen zuteil kommen wird und bedanken sich bei den DAV-Wanderführerinnen sowie bei der Erika-Seeger-Stiftung für Tumorkranke.

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