Intelligente Technik für die eigenen vier Wände

Das Wirtschaftsministerium fördert ein Technikprojekt unter Federführung der Bruderhaus-Diakonie. Davon profitieren Menschen mit Behinderung.

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Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium fördert jetzt ein Technikprojekt unter Federführung der Bruderhaus-Diakonie. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Behinderung, die davon profitieren sollen. Intelligente Technik für zu Hause macht manches bequemer, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Vor allem aber ermöglicht sie gehandicapten Menschen, länger und sicherer in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Die Entwicklung unterstützender Technik schreitet rasch voran. Nicht immer sind Entwicklungs- und Softwareingenieure, Bauplaner, Handwerker und die Anwender solcher Technik, etwa bewegungseingeschränkte Menschen oder Pflegekräfte, dabei auf dem gleichen Stand: Elektriker verlegen Kabel, die für die neuen Anwendungen nur bedingt taugen. Bauplaner übersehen, dass die notwendigen Installationen entsprechenden Platz benötigen. Entwickler haben zwar das Funktionieren der Technik im Blick, nicht aber den gehandicapten Menschen, der damit umgehen muss. Pflegekräfte und Sozialarbeiter kennen die Bedürfnisse ihrer Klienten, wissen aber nicht, welche technische Unterstützung möglich ist und welche Voraussetzungen diese benötigt.

Hier Verbesserungen zu erzielen und beispielhaft Möglichkeiten zu erproben, wie alle Beteiligten wirkungsvoll und zum gegenseitigen Nutzen Hand in Hand arbeiten können, ist ein wesentliches Ziel des Projekts „KoBial“. Knapp 370 000 Euro hat das baden-württembergische Wirtschaftsministerium dem Projekt unter Federführung der Bruderhaus-Diakonie zur Verfügung gestellt.

Das Kürzel „KoBial“ steht für „Kooperative Bauvorhaben im Sozialwesen – Wertschöpfungssysteme und Service-Engineering“. Profitieren sollen davon Handwerker ebenso wie Planungsbüros, Softwarefirmen und soziale Träger wie die Bruderhaus-Diakonie, die unterstützende Technik nutzen, aber auch die notwendige Infrastruktur wie technische Einbauten und Wartungspersonal aufbringen müssen.

„Dass wir den Zuschlag für dieses Projekt erhalten haben, ist ein wichtiges Signal aus dem Wirtschaftsministerium, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Günter Braun, Fachlicher Vorstand der Bruderhaus-Diakonie.

Kooperationspartner sind der Sensor-Entwickler „easierLife“, die „HWP Planungsgesellschaft“, das Institut für „Technik der Betriebsführung“ im Deutschen Handwerksinstitut, das Softwareunternehmen „Nubedian“ sowie der Softwareentwickler „Open Experience“.

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