Inklusion: Poreski besucht Kitas und tauscht sich aus

"Gelingende Inklusion braucht Fachdienste und heilpädagogische Kompetenz", sagte Grünen-MdL Thomas Poreski jetzt beim Besuch von vier Kitas.

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Weil die Landtagsfraktion der Grünen das Thema Qualität in der frühkindlichen Bildung in den Fokus rückt, besuchten dieser Tage der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski, Sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, und Muhterem Aras, Finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, vier Reutlinger Kindertagesstätten, um sich vor Ort von den im Landesvergleich überdurchschnittlichen Qualitätsstandards zu überzeugen. In der Folge kam es - mit Poreski - zu einem vertiefenden Anschlusstermin im Rathaus zum Thema vorschulische Inklusion. Seitens der Stadt dabei waren die Abteilungsleiterin für Tagesbetreuung für Kinder, Kariane Höhn, Gaby Müller vom städtischen Fachdienst Inklusion und Interkulturelle Zusammenarbeit, Angelika Baumann-Klett und Angela Bräuning-Kleinert vom heilpädagogischen Team sowie Stefanie Wannenmacher vom Fachdienst Sprache.

Im Bereich der frühkindlichen Inklusion besteht nach Aussage von Thomas Poreski kurzfristig ein landespolitischer Handlungsbedarf: "Für die schulische Inklusion haben wir auf Landesebene nun die gesetzlichen Rahmenregelungen vereinbart. Für den vorschulischen Bereich steht dies noch aus." Gemeinsam erörterten die Anwesenden das Reutlinger Konzept zur Anwendung des Index für Inklusion in allen Tageseinrichtungen unter dem Titel "Vielfalt erkennen - Inklusion gestalten". Hier verwiesen die städtischen Mitarbeiterinnen auf Probleme, die aus den noch offenen Zusagen des Landes zu den Rahmenbedingungen für Krippenkinder resultieren. Ebenso problematisiert wurden die begrenzten Ressourcen der Eingliederungshilfe, beispielsweise für Krippenkinder mit Behinderungen, sowie die im Bedarfsfall häufig nur schwer zu erschließenden Assistenzleistungen der Jugendhilfe.

Poreski zog aus dem Gespräch landespolitische Konsequenzen: "Gelingende Inklusion braucht eine übergreifende Vernetzung mit Fachdiensten und heilpädagogischer Kompetenz, die den Kindertagesstätten gezielt zur Verfügung gestellt und durch Fortbildungen und Coaching allen Mitarbeitenden nahe gebracht wird. Das Reutlinger Konzept ist hier vorbildlich und aus meiner Sicht ein Maßstab für eine künftige, mit den kommunalen Trägern zu vereinbarende Rahmensetzung durch das Land." Den Austausch will man fortsetzen.

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