Indian Summer am Laiblinsplatz

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Körbe und Taschen auf der Fläche eines geräumigen Wohnzimmers: Diese Auswahl an einem einzigen Stand gibt's wohl nur auf dem Pfullinger Kreativmarkt.  Foto: 

Vor dem Rathaus erwarten die Besucher beim Naturschutzbund lebensgroße Modelle von Vögeln, die vom Aussterben bedroht sind. Daneben gibt es florale Tischgedecke und gegenüber in den Rathausarkaden Spanferkel und leckere Kuchen. Nur wenige Schritte weiter werden auf der Fläche eines geräumigen Wohnzimmers Körbe und Taschen feilgeboten.

Der Kreativmarkt war gestern von Beginn an gut besucht; die Geschäfte in der City trugen bei Sonnenschein ihre Waren nach draußen. „Indian Summer“, auch wenn die Blätter hier noch wenig bunten Farben angenommen haben, nennt man im angelsächsischen Sprachraum das erneute Aufbäumen eines Sommers in herbstlicher Zeit. Und das genossen die Besucher in vollen Zügen.

Die Verkäufer an den 76 Ständen freute die gute Resonanz des Publikums auf einem Markt, wo sich nicht selten Händler und Kunden in Sonnenbrillen gegenüber standen. Dabei gab es mit großen Flohmärkten im Norden der Stadt und dem Eninger Krämerfest eine Menge Konkurrenz. Der Kreativmarkt feierte heuer seine zehnte Auflage, das Angebot war weitgehend stimmig. Authentisch soll es sein, preiswert statt billig könnte die Devise lauten. „Das ist hier immer noch so schön wie früher“, fasste das eine ältere Passantin zusammen. Die gehbehinderte Frau nahm dann den gesamten Weg auf sich – vom Lindenplatz über den Marktplatz bis hin zum Laiblinsplatz.

Schmuck, Korbwaren, Florales, Metallkunst, Keramik und jede Menge Textiles, dazu hübsche und leckere Sachen für Küche und Garten: Und weil der Markt ja durchaus ein Vorbote auf die kürzeren und kühleren Tage ist, waren auch Marktbeschicker mit gebrannten Mandeln und Magenbrot präsent.

Für den Magen gab es eine große Palette an Freuden, die ganz gut zum Thema des Kreativmarktes „Zusammenkommen“ passte. Und so trafen sich also Wurstwaren und Bauernbrot, Gegrilltes, Flammkuchen und Cocktails. Aus Oberschwaben waren die Händler gekommen, ebenso wie aus dem Stuttgarter Raum. Doch warum in die Ferne schweifen…? Die Klasse 6e der Pfullinger Wilhelm-Hauff-Realschule war vor Ort mit einer Tombola, für die Eltern ansehnliche Preise beigesteuert hatten.

Und für Infos sorgten neben den Krankenkassen auch der Obst- und Gartenbauverein, die Steuerungsgruppe Fair-Trade erinnerte bei Kaffee und Kuchen daran, dass Pfullingen mehr Läden als nötig aufweist, um das Prädikat „Fair-Trade-Stadt“ zu bekommen. Das Biosphärenmobil und der Stand der Naturschutzstiftung Pfullingen waren ebenfalls präsent. Und mit dem  Bürgerbus konnten die Leute, für die Weg in die Innenstadt zu beschwerlich war, am Nachmittag fahren. Auch die Organisation hat gut geklappt – und könnte so auch fortgeführt werden: Federführend beim Markt ist zwar die Stadt; dies aber erstmals unter dem Dach von „Kommunikation & Events“. Das ist eines von vier im 2016 gegründeten Netzwerken der städtischen Wirtschaftsförderung.

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