In Eningen gibt es wieder mehr Kinder

Jahrelang sank in Eningen die Zahl der Kinder. Zwischenzeitlich ist eine Trendwende erreicht. Darauf muss die Gemeinde reagieren.

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"Die Zahl der Kinder nimmt in Eningen wieder spürbar zu", erklärte Bürgermeister Alexander Schweizer in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Doch die Freude über den Zuwachs ist die eine Seite der Medaille, die andere ist, den entsprechenden Bedarf an Kinderbetreuung zu decken. Hier ist die Achalmgemeinde gefordert und muss ihre Planungen an die veränderten Verhältnisse anpassen.

Da die Trendwende laut Schweizer nicht nur auf Zuzüge in die Achalmgemeinde zurückzuführen ist, komme mit dem vom Bundesverfassungsgericht vom Dienstag gekippten Betreuungsgeld mit großer Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Bedarf an Betreuungsangeboten hinzu. Mit einer Betreuungsgeldquote von 67 Prozent liege Baden-Württemberg an der Spitze der Leistungsbezieher, dessen Wegfall dürfte auch einen nachhaltigen Effekt auf Eningen haben, analysierte der Bürgermeister weiter.

"Qualität und Quantität", erklärte Hauptamtsleiter Albrecht Fausel würden in der Achalmgemeinde gleichermaßen zählen. Bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen könne die Nachfrage mit Plätzen zwar abgedeckt werden, jedem speziellen Wunsch jedoch nicht entsprochen werden. Bei der Betreuung der Über-Dreijährigen werde es hingegen jeweils zu den Enden der Kindergartenjahre immer wieder knapp. Notplätze seien allerdings vorhanden.

"Wir sind auf einem guten Weg, dürfen aber nicht stehen bleiben", führte Fausel deshalb weiter aus. Das Angebot müsse dementsprechend weiter differenziert werden. Die Ausweitung der so genannten Tagespflege in anderen geeigneten Räumen (TigeR) könnte zudem ausgebaut werden. Außerdem empfahl der Hauptamtsleiter den Eninger Gemeinderäten, das Gebäude des ehemaligen Tommentalkindergartens vorerst nicht zu veräußern, um weitere Platzreserven vorhalten zu können.

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