In der Vielfalt liegt die Stärke

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Bürgermeister Alexander Kreher eröffnete am Freitag den großen Marktplatz unternehmerischer Ideen mit den Worten: „Was hier läuft, kann sich im ganzen Land sehen lassen“ – vor allem das breite Spektrum an Beratung und Unterstützung. Außerdem sei es doch auch eine „kleine Verbrauchermesse. Zum zweiten Mal öffnete die Gründermesse Neckar-Alb ihre Pforten mit einem Angebot, das seinesgleichen sucht: 70 Firmen waren in der Stadthalle präsent, allesamt Unternehmen, deren erfolgreiche Gründung selten mehr als zwei Jahre zurückliegt – Positivbeispiele allemal. Sie kamen, um auf sich aufmerksam zu machen, aber auch, um Firmengründer in spe wertvolle Tipps zu geben.

Dazu kamen 21 Institutionen, die Agentur für Arbeit war ebenso dabei wie Edith Koschwitz’ „Startnetz-Projekt“, die IHK und die Handwerkskammer. Nicht zu vergessen die Wirtschaftsförderer zwischen Bad Urach und dem Zollernalbkreis. Auch acht Schülerfirmen präsentierten stolz ihre pfiffigen Geschäftsideen, die sie bereits erfolgreich umgesetzt haben. 27 Vorträge gab es auch, dazu Workshops über Chancen, Herausforderungen, Risiken und das praktische Vorgehen beim Weg in die Selbständigkeit. Oder bei der Übernahme eines vorhandenen Betriebs. Da durfte natürlich auch ein Crashkurs zum Thema „Was tun, wenn’s schwierig wird?“ nicht fehlen. Selbst Pyrotechniker und eine „Lachschule“ waren mit von der Partie. Und als prominente Motivationsfrau und Buchautorin konnte die Messe Nicola Fritze gewinnen. Ob IT-Unternehmen, Werbeagenturen, Hersteller von exotischen Erdnussbutter-Variationen, Energieberater, Designer, Gastronomen, 3D-Drucker-Experten: „Wir erleben hier eine höchst inspirierende Vielfalt – und so wollen wir auch weitermachen“, fasste es Reutlingens Wirtschaftsförderer Dr. Christoph-Michael Pfefferle zusammen. Die Vernetzung der Gründerszene in der Region gehe weiter, auch die Vertiefung der Kontakte untereinander.

Ob einem denn dabei nicht auch Geschäftsmodelle abgekupfert werden können? Ach, woher, meinte Horst Guth von „Jell-Film“. Der Mann aus Pliezhausen, Teil eines vierköpfigen Teams, lässt Drohnen steigen, macht seit zwei Jahren Luftaufnahmen – vor allem für Unternehmen. So lassen sich mit angedockten Thermo-Kameras auch Defekte an Solaranlagen erkennen.

Und zum Thema „Konkurrenz durch Abgucken“ sagte Guth: „Wir haben viel selbst entwickelt und gebaut, unsere Drohnen kosten bis zu 20 000 Euro“, alles hochspezialisiert – da macht er sich keine Sorgen um Nachmacher. Im Gegenteil: „Wir sind hier auf der Gründermesse, wie viele andere Firmen auch, um Positivbeispiele zu geben – und Tipps“. Und mit diesem Ansatz stehen die Drohnen-Flieger für die meisten der Unternehmen in der Stadthalle. Dort waren erneut auch die temporären „Schülerfirmen“ präsent. Denn die betreiben ihre Unternehmen meist nur für ein Jahr. Sie sollen sie in Klasse elf zeigen, was alles möglich ist. Mit handgenähten, oft witzig beschrifteten Mützen gingen die „Elfer“" des AEG auf den Markt. Und weil ja auch wichtig ist, was hinten dabei rauskommt, fertigt „DDR“, („Deckel-Design Reutlingen“) am IKG individuell bemalte Klodeckel.

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