Immer mehr sagen "Ja" zur eigenen Firma

2013 registrierte die IHK 2300 Erstanfragen von potenziellen Gründern. Über 650 kamen in IHK-Seminare, über 150 Firmenchefs in spe wurden beraten.

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Die Gründung des eigenen Unternehmens bleibt für viele ein Thema. So ist die Zahl der Firmen in der Region Neckar-Alb im vergangenen Jahr gestiegen: Rund 3500 neu gegründeten und angemeldeten Unternehmen stehen fast 3100 abgemeldete gegenüber. Im Saldo verbleibt ein Plus von 400. "Wir verspüren ein hohes Interesse an der Firmengründung", stellt Karin Goldstein, Bereichsleiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung bei der IHK, fest.

Dabei werden die Anforderungen an die Gründungsberatung immer individueller, so das Fazit der IHK. "Frauen gründen, Menschen mit Migrationshintergrund tun es, genauso wie Hochschulabsolventen oder Leute, die noch arbeitslos sind. Aber alle haben ganz eigene Fragen und eigenen Beratungsbedarf", sagt Goldstein. Die IHK hat ihre Angebote entsprechend umgestellt und bietet mittlerweile eigene Sprechtage sowie ein spezielles Seminar für Gründerinnen an. Von denen im letzten Jahr 156 intensiv beratenen Gründungswilligen waren 43 Prozent Frauen (67 Teilnehmerinnen). Bei den Gründungsseminaren lag ihr Anteil bei 34 Prozent (228 von 657 Teilnehmern).

Die IHK geht davon aus, dass das regionale Gründungsgeschehen in 2014 nochmals zulegen wird. Die Anfragen lassen derzeit ein gutes Jahr erwarten. Im Trend liegt hier weiter die nebenberufliche Selbstständigkeit. Sie dient vielen Jungunternehmern als Testlauf. Daneben erwartet die IHK eine Zunahme an technologie- und wissensbasierten Firmengründungen. Sie machen bei den Beratungen etwa 20 Prozent aus. Im Schwerpunkt geht es dabei um IuK-Technologien, Gesundheit und Medizintechnik.

Defizite sieht die IHK nach wie vor bei den Gründungsvoraussetzungen und den Businessplänen. "Die drei größten Schwächen sind die kaufmännischen Kenntnisse, die Finanzierung der neuen Firma und der Kundennutzen. In diesen Bereichen geben wir unseren Gründern die meisten Hausaufgaben mit", sagt Karin Goldstein.

Vor dem Sprung ins kalte Wasser können sich Gründer ausgiebig von der IHK Reutlingen beraten lassen. Im Angebot sind Kompaktseminare, Einzelberatungen, telefonische Sprechtage, eine Gründungswerkstatt im Internet sowie Existenzgründungslehrgänge. Bei den IHK-Börsen finden Gründer Büroräume oder Kooperationspartner. An den Finanzierungssprechtagen werden die Unternehmensgründer über Förderprogramme informiert. Mit "IHK-Campus-Startup" ist man an den Hochschulen der Region präsent und berät vor Ort. Alle zwei Jahre veranstaltet die IHK das "Gipfeltreffen", bei dem sie Gründer und Jungunternehmen mit Investoren zusammenbringt. In diesem Sommer ist es wieder so weit.

Info Fragen zum Thema beantwortet Karin Goldstein, Bereichsleiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung, Telefon: (07121) 20 11 25 oder E-Mail: goldstein@reutlingen.ihk.de.

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