Imagegewinn durch Klimaschutz

Die Stadthalle als Vorbild in Sachen Ökologie und Klimaschutz: Als erste Veranstaltungsstätte in Deutschland wird es dort ab sofort Veranstaltungen geben, die gänzlich klimaneutral sind.

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Die Stadthalle bietet ab sofort klimaneutrale Veranstaltungen an: Geschäftsführerin Petra Roser möchte dieses Alleinstellungsmerkmal für die Akquise neuer Kunden nutzen.  Foto: 

An ökologischen Belangen und Klimaschutz führt kein Weg vorbei, und dieser Verantwortung stellen sich auch zunehmend Unternehmen und Veranstaltungsstätten. Dabei nimmt die Stadthalle seit ihrer Eröffnung im Januar 2013 eine Vorreiterrolle ein.

Dank der ökologischen Ausrichtung wurde das Haus bereits Anfang des Jahres als eines der ersten überhaupt mit der begehrten "Green Globe"-Zertifizierung ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel der Internationalen Reise- und Tourismusindustrie für nachhaltiges und ökologisches Handeln. Wie Stadthallen-Managerin Petra Roser bei einem Pressegespräch berichtet, hat sich die Stadthalle im nächsten Schritt an einem CO2-Kompensationsprojekt der Non-Profit-Stiftung "myclimate" beteiligt, die für Unternehmen Treibhausgasemissionen berechnet. Mittels eines Kompensationsbetrags, der an ausgewählte und qualitativ hochwertige Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländer geht, kann das Unternehmen auf diese Weise für einen klimaneutralen Ausgleich sorgen.

Bei der Analyse der aktuellen Situation der Stadthalle erstellte "myclimate" unter Berücksichtigung sämtlicher hausinterner Prozesse einen so genannten CO2-Fußabdruck". Auf Basis dieser Daten erfolgte die Berechnung des notwendigen Ausgleichs für den entstehenden Kohlendioxidausstoß, der im vergangenen Jahr an 285 Veranstaltungstagen 425 Tonnen betrug und letztendlich die Grundlage für den Kompensationsbetrag zur Erreichung der Klimaneutralität bildet.

Dazu Geschäftsführerin Petra Roser: "Wir konnten bereits vor der Zusammenarbeit mit myclimate 88 Prozent der erforderlichen Punkte vorweisen, wollten da aber nicht stehen bleiben". Nach dem Prinzip der CO2-Kompensation wurde bei der Stadthalle ein Kompensationsbetrag von 9000 Euro errechnet, der an ein Projekt in Madagaskar geht.

Dadurch konnte der negative Effekt der klimabelastenden Energiequellen auf das klimatische Gleichgewicht neutralisiert werden. Bei dem Vorhaben in Madagaskar handelt es sich um ein Projekt, in dessen Rahmen traditionelle Feuerstellen durch Solarkocher und effiziente Kochermodelle ersetzt werden. Neben der Reduzierung des Einsatzes von fossilen Brennstoffen steht hier vor allem die nachhaltige Entwicklung in der jeweiligen Projektregion im Fokus.

Es geht Petra Roser dabei nicht nur um die Kompensierung von Treibhausgasemissionen, sie möchte auch im eigenen Haus weitere klimaschonende Themen angehen: So ist in der Sommerpause geplant, hinter der Stadthalle eine E-Tankstelle für Besucher mit Elektroautos zu installieren. Des Weiteren soll die Energiebilanz verbessert werden, indem die Stadthalle komplett auf LED-Lampen umstellte, Klimatisierung restriktiv eingesetzt und zu 100 Prozent Strom aus Wasserkraft verwendet wird.

Neben der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung "sind es durchaus auch wirtschaftliche und imagefördernde Aspekte", die Petra Roser anführt. So vergibt etwa das Bundesumweltministerium Kongresse vorzugsweise an klimaschonende Häuser und das Alleinstellungsmerkmal sowie der Werbeeffekt, als einziges Haus klimaneutrale Veranstaltungen durchführen zu können, ist ebenfalls "ein starkes Argument". Gerade wenn es darum geht, neue Kundenkreise im Kongress- und Konferenzbereich zu erschließen, verspricht sich Roser einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern.

Und auch für Kulturveranstalter spielt Klimaneutralität zunehmend eine Rolle: "Wir streben weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kultur und Kongressen an", widerspricht die Stadthallen-Geschäftsführerin eventuellen Begehrlichkeiten. Sicher ist, dass durch das Alleinstellungsmerkmal als klimaneutrale Veranstaltungsstätte das Profil der Stadthalle gestärkt wird. Dazu trägt auch das neue Angebot einer 10- Gigabit-Glasfaseranbindung bei, die zukünftig auch großen Teilnehmerzahlen bei Kongressen und Konferenzen einen Hochleistungs-Internetzugang für Online-Konferenzen und Live-Streaming ermöglicht. Selbst Besucher und Kunden der Stadthalle können ab sofort im gesamten Gebäude kostenloses WLAN nutzen und auf zahlreiche LAN-Anschlüsse zugreifen.

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