Im Walzertakt in den Frühling hinein

Winter ade - dieser wurde beim fünften Musiknachmittag in den Pfullinger Hallen gebührend verabschiedet, der Frühling reichlich besungen, musikalisch zelebriert und mit einem Stück Erdbeertorte garniert.

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Einen unterhaltenden und gemütlichen Musiknachmittag, diesmal im Walzertakt, versprachen Bürgertreff und Stadt bereits zum fünften Mal in den Pfullinger Hallen. Mit Hingabe organisiert von Theodor Renner und Cornelia Gekeler. Zartgelbe Servietten und Kerzen neben Margeriten auf den Tischen und eine bunte Blütenpracht an der Bühne zauberten Frühlingsglanz und holten den Sonnenschein buchstäblich nach drinnen. Ein großes Stück Erdbeertorte auf dem Teller, dazu ein Kinderchor unter der Leitung von Direktorin Irmtraud Beck-Awwad, der glockenhell altbekannte Volkslieder vorträgt: "Da erwacht die Jugend", sagt Elsbet Steinhilber. 88 Jahre ist sie jung und stimmt, wie die anderen knapp 200 Besucher , in den von Flötenklängen begleiteten Gesang ein. "Winter ade", "Alle Vögel sind schon da" und "Kommt ein Vogel geflogen": Ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire des Nachmittags, mit dem der Grundschulchor der Laiblinschule lächelnde Gesichter zaubert. Bis vor zwei Jahren hat Elsbet Steinhilber selbst noch in einem Chor gesungen und war bislang bei jedem Musiknachmittag vom Bürgertreff dabei, der guten Unterhaltung wegen. Zahlreich sind die geladenen älteren Pfullinger in die gute Stube geströmt, so wie es sich Louis Laiblin für das "Edle und Schöne" gewünscht hat, freut sich Bürgermeister Rudolf Heß und lobt die Grundschüler, die "mit treffenden Liedern passend zur Jahreszeit" auf den Nachmittag einstimmten. Woher der Lenz denn sprachlich stammt, aus dem indogermanischen nämlich, weiß schließlich Moderator Klaus Tross-Weinacht, der mit viel Humor erklärt, dass sein Name nichts mit Weihnachten, wohl aber mit dem Achtgeben auf den Wein zu tun habe. Er verspricht für die zweite Hälfte des Nachmittags, gestaltet von der Pfullinger Musikschule, "Leichteres mit Violine, Klavier und Querflöte" und endet mit einem Frühlingsgedicht von Hermann Löns. Zum nun kredenzten Kaffee und Kuchen lädt übrigens die Stadt ein.

Zarte Violinenklänge zu kunstvollem Klavierspiel füllen die zweite Nachmittagshälfte. Sechs Stücke für Geige und Klavier von Pauline Viardot-Garcia präsentieren Ute Roming und Elisabeth Roser. Fröhlich, heitere Konzertstücke mit spanischem Temperament: Mazuourke, Vieille Chanson und Bohémienne. Silke Gutstedt und Karin Mielich interpretieren mit Querflöte und Klavier Werke des russischen Komponisten Alexander Skrjabin. Der versprochene Walzer nach Theodor Blumer im Programm folgt am Ende: Sehr frisch bewegt, lustig, rasch - getragen, sehr innig.

Literarische Frühlingshäppchen von Johann Wolfgang von Goethe und Eduard Mörike bietet denn Clara Eiche vom Friedrich-Schiller-Gymnasium. Das Schönste aber kommt bekanntlich zum Schluss: Das gemeinsame Singen ist unbestritten der Höhepunkt des Musiknachmittags.

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