Im Bahnhöfle: Der alte Bahnhof en miniature

Da glänzen nicht nur Kinderaugen: Kunstvoll und aufwendig gestaltete Modellbahn-Landschaften sind noch bis Dreikönig im Bahnhof Honau zu sehen. Weiter geht's dann am Samstag, 10. Januar.

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Aus den Fotoapparaten und Smartphones blitzte es auf die prächtigen Dioramen, die Bahnlandschaften, herab, als ob es sich um ein Treffen von Filmstars handelte. Zwei der Dioramen waren sogar von Kunstschnee bedeckt. Und die Scheinwerfer der Miniatur-Autos rund um die Bahnhöfe herum funkeln heute dank putzig kleiner LED-Lämpchen. Ebenso das Blaulicht von Einsatzfahrzeugen auf den bergigen Strecken oberhalb der Bahnlinien. Die perfekte Illusion.

"Ein Heidengeschäft ist das, solche Details einzubauen", weiß Klaus Beck, der Vorsitzender des Fördervereins Bahnhof ist. Und Beck ist in jeder Hinsicht ein "Bahner". Er baute den Verein mit auf, der seit der Jahrhundertwende den Honauer Bahnhof restauriert. Und als Experte in Sachen Modelleisenbahnen boten gestern er und seine Freunde zur Ausstellung auch einen (Reparatur)-Service für die Modellbahn-Lokomotiven an.

Für großes Aufsehen sorgt in der Schau regelmäßig der detailgetreu nachgebildete Albaufstieg ab der Station Honau, der bis 1962 mit Zahnradbahnen bewältigt wurde.

Wieder sind auch die großen Firmen vertreten, Unternehmen die heute noch - unter erschwerten Bedingungen - mit Modelleisenbahnen und Dioramen ihr Geld verdienen möchten, man denke nur an die Märklin-Krise. Wer will sich in Zeiten von elektronischen Spielekonsolen und den zehntausenden Smartphone-Apps noch mit Modelleisenbahnen abgeben? - mag man denken. Indes: Die Zahl dieser Anhänger nimmt zu. Wie Beck berichtet, kommen regelmäßig Leute, die aus ihrem Keller Schmuckstücke aus der Modellbahn-Geschichte geborgen haben - und sie wieder funktionstüchtig haben möchten. Dabei hilft der Verein gerne.

Wer sich bis zum Dreikönigstag, 6. Januar - geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr - noch nicht satt gesehen hat, kann dann ab Samstag, 10. Januar, wieder zum Kulturdenkmal Bahnhof kommen. Auch am Sonntag, 11. Januar, ist die Schau erneut von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Küche im Bahnhöfle sorgt für warme Speisen ebenso wie für Kaffee und Kuchen.

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