IKG-Schüler besuchen das britische Parlament

Im Rahmen einer Studienfahrt nach London haben 28 Schüler des Isolde-Kurz-Gymnasiums das britische Parlament. Auf Einladung von Justin Madders, dem Abgeordneten von Ellesmere-Port, der Partnerstadt Reutlingens, ergab sich den Schülern die Möglichkeit eines Interviews.

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Schüler des Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasiums führten im Parlament ein Gespräch mit dem Labour-Abgeordneten Justin Madders.  Foto: 

Im Rahmen einer Studienfahrt nach London haben 28 Schüler des Isolde-Kurz-Gymnasiums das britische Parlament. Auf Einladung von Justin Madders, dem Abgeordneten von Ellesmere-Port, der Partnerstadt Reutlingens, ergab sich den Schülern die Möglichkeit eines Interviews. Madders empfing sie herzlich und beantwortete bereitwillig all ihre Fragen. Er ist der Gesundheitsminister im Labour-Schattenkabinett.

Die Schüler stellten ihm Fragen zur britischen Politik, Europapolitik und seinem persönlichen Leben. Darunter waren auch Fragen zu den Ergebnissen der vergangenen Parlamentswahl 2015 und den Zielen der Labour Party. Mit Blick auf die Europapolitik äußerte er sich zur momentanen Flüchtlingskrise und der Beziehung zwischen Europa und Großbritannien. Außerdem beschrieb er seinen Weg in die Politik, wie beispielsweise seine Abneigung gegenüber der Politik von Margaret Thatcher, die der Antrieb für sein politisches Engagement war.

Auch an Humor mangelt es ihm nicht, wie sich in seiner Äußerung zur Berufung zum Gesundheitsminister im Schattenkabinett zeigte. Auf die Frage warum der neue Vorsitzende der Labour Party, Jeremy Corbyn ihn ausgewählt habe, antwortete er lachend mit einem "I have no idea" - "ich weiß es nicht".

Auch bei den Antworten anderer Fragen wirkte er sehr offen und aufrichtig. Zum Beispiel informierte er bereitwillig über die Lage in seiner Partei. Durch den neuen Vorsitzenden und die große Anzahl neuer Parteimitglieder muss die Partei sich erst einmal neu strukturieren, trotz all des Enthusiasmus, der zur Zeit die Partei bestimmt. Durch soziale Netzwerke wollen sie besonders junge Leute ansprechen und deren Interesse an der Politik wecken.

Was die Beziehung zwischen der EU und Großbritannien angeht, präferiert er eine öffentliche Umfrage in dem das Volk seine Meinung dazu äußern kann, jedoch glaubt er, dass die Mehrheit Großbritanniens mit dem Verbleib in der EU zufrieden ist. Madders hält eine gemeinsame Währung jedoch für unnötig, da eine gute Zusammenarbeit auch ohne diese ermöglicht werden kann. Nach dem Treffen stellte er sich noch für ein Gruppenfoto zur Verfügung und verabschiedete sich dann mit dem Versprechen dass er, sofern es seine Arbeit erlaubt, in näherer Zukunft Reutlingen besuchen werde.

Die Schüler zeigte sich davon angetan, welch seriösen und zugleich sympathischen Eindruck Madders machte. Im Anschluss an das Treffen bekamen die Reutlinger Schüler noch eine umfassende Führung durch das britische Parlament.

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