IHK untersucht Frauenanteil im Mittelstand

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Die IHK hat ihren Bestand von über 37 000 Mitgliedsbetrieben aller Größen und Branchen durchforstet und ausgewertet, wie oft Frauen Inhaberinnen, Geschäftsführerinnen oder Vorstände sind. Das Ergebnis: In 27 Prozent der Fälle stehen Frauen an der Spitze der Unternehmen. "Von einer Gleichverteilung sind wir zwar noch weit entfernt", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp, "doch immerhin ist bei den kleinen und mittleren Unternehmen der Frauenanteil deutlich höher als in den Konzernen".

Schaut man sich die Branchenverteilung an, so sind die Frauen am stärksten im Dienstleistungssektor vertreten. Hier nehmen sie 42 Prozent der genannten Führungspositionen ein. Im Handel kommen sie auf annähernd 29 Prozent. In der Industrie sind es hingegen gerade einmal 16 Prozent. Analysiert man die Rechtsformen der Firmen, in denen die Frauen tätig sind, bewegen sie sich mehr oder weniger im Trend. Rund zwei Drittel sind Inhaberinnen eines Gewerbes ohne besondere Rechtsform, das sind Kleingewerbetreibende oder sie sind mit einem oder mehreren Partnern Teil einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Das dritte Drittel ist hingegen mit der eigenen Firma im Handelsregister eingetragen und fungiert als Inhaberin, Geschäftsführerin oder Gesellschafterin.

Die IHK will den Anteil der Frauen, die Firmen im Mittelstand führen, ausbauen. Dies kann über Existenzgründungen oder die Nachfolge bestehender Firmen geschehen. Eine Quote für Frauen in Führungspositionen sieht der IHK-Chef als wenig realitätsnah an. "Der Mittelstand hat kaum Hierarchien, da bietet sich das nicht an. Und wer Inhaber oder Geschäftsführer eines Betriebs wird, kann niemand verordnen", sagt Epp. In Konzernen sieht das anders aus. Der politische Druck und die Tatsache, dass sie heute nicht mehr auf Frauen verzichten können, würden in wenigen Jahren die Führungsetagen der großen Unternehmen verändern.

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