IHK plant Verwaltungsneubau

Die IHK Reutlingen baut ihr Verwaltungsgebäude für insgesamt 18,5 Millionen Euro am bisherigen Standort in der Hindenburgstraße neu.

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Das alte Verwaltungsgebäude wird abgerissen, an seiner Stelle soll ein 8000 Quadratmeter großer Neubau entstehen.  Foto: 

Der in den 70er Jahren erstellte Verwaltungsbau der IHK Reutlingen ist in die Jahre gekommen und soll ab 2017 durch einen Neubau ersetzt werden. Insgesamt 18,5 Millionen Euro wird die Industrie- und Handelskammer in den Standort Reutlingen. Mit dem Neubau steigt die Geschossfläche auf 8000 Quadratmeter – derzeit sind es 6500 Quadratmeter.

„Wir sind stark gewachsen““, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp im Gespräch. Als das jetzige Gebäude 1973 bezogen wurde, verfügte es über 36 Büroarbeitsplätze, und die IHK-Mitarbeiter kümmerten sich  um 13 000 Unternehmen in den drei Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Heute betreuen 155 Mitarbeiter – davon 100 in der Zentrale – knapp 40 000 Unternehmen. Und deren Zahl wird, prognostiziert die IHK, in den kommenden fünf Jahren auf etwa 43 000 Firmen und Betriebe wachsen, da die Betreiber von Solaranlagen, die Gewerbesteuer zahlen. in Zukunft Pflichtmitglieder der Kammer werden.

Aber nicht nur die Zahl der Unternehmen hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als verdreifacht. Die IHK habe auch, betont Epp, neue Aufgaben von Bund und Land übertragen bekommen. Zudem sei die Kammer von sich aus neue Aufgaben angegangen – als Beispiel nennt der Hauptgeschäftsführer die Gründung der Technikakademie oder des Instituts für Wissenmanagement und Wissenstransfer (IWW).

Die Bürosituation sei einfach  nicht mehr tragbar gewesen, deshalb habe die Vollversammlung einstimmig entschieden, Alternativen zu prüfen – Renovierung, Umbau und auch eine Standortverlagerung wurden untersucht. Und das Ergebnis: „Der Neubau ist die mit Abstand günstigste Variante“, konstatierte Epp.

Die Industrie- und Handelskammer Kammer hat einen europaweiten Wettbewerb ausgeschrieben: Sechs ausgewählte Büros werden bis 26. August ihre Entwürfe einreichen. Am 28. September wird sich dann das Auswahlgremium, in dem neben Vertretern von IHK und Firmen auch Stadträte aus allen Fraktionen sitzen, erstmals treffen, um die Entwürfe zu beraten. Im Frühjahr 2017 könnte die IHK-Vollversamlung – das Parlament der Unternehmer – über den Entwurf entschieden, betont Epp. Ende 2017/Anfang 2018 wäre der Spatenstich denkbar. Aber, so Epp: „Man weiß nie, was kommt.“

Bis dahin muss die IHK eine Bleibe für ihre Mitarbeiter finden. Die Suche solle, so der IHK-Hauptgeschäftsführer, im Frühherbst beginnen: „Es gibt allererste Gedanken.“

Gedanken machen sich die Verantwortlichen von Kammer und Stadtverwaltung auch über die Verkehrsanbindung: Die Zufahrt zur Tiefgarage soll über die Alteburgstraße erfolgen. Davon versprechen sich die Planer eine Entlastung der schon jetzt stark unter dem Verkehr leidenden Anwohner in der Hindenburgstraße. Andererseits ist auch die Alteburgstraße stark belastet, was eine Zufahrt zu der Tiefgarage,  die neu gebaut werden soll, nicht leichter macht.

In der vorletzten Sitzung vor den Sommerferien hatte sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan „Alteburgstraße/Hindenburgstraße“ erneut auszulegen. Viel Lob quer durch alle Fraktionen gab es für die Entscheidung der Kammer, am bestehenden Standort neu zu bauen und nicht auf die Grüne Wiese auszuweichen. Allerdings saehen manche Stadträte wie Erich Fritz (FWV) oder Reiner Löffler (CDU) Verbesserungsbedarf bei der Verkehrsanbindung. Prof.  Jürgen Straub (WiR) sprach sich entgegen der Planungen aufgrund der häufigen Staus in der Alteburgstraße dafür aus, die Hauptzufahrt in die Hindenburgstraße zu verlegen. Und Susanne Müller (Grüne) plädierte dafür, weitere Bäume zu erhalten.

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