IG BAU fordert 80 Cent mehr für die Gebäudereiniger

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Wienern, wischen, wringen: Viele Gebäudereiniger putzen immer mehr Fläche - ohne mehr Geld. Jetzt soll das "Turbo-Putzen" am Tariftisch geregelt werden. Ebenso wie ein "sauberes Lohn-Plus": Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU fordert 80 Cent mehr pro Stunde.  Foto: 

Saugen, fegen, wischen: Die rund 2470 Gebäudereiniger und Fensterputzer im Landkreis Reutlingen sollen mehr verdienen. Das fordert die IG BAU Südwürttemberg.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will ein "sauberes Lohn-Plus" von 6,4 Prozent durchsetzen - für die Innenreinigung sogar 80 Cent mehr pro Stunde. Damit würde der Tarif-Mindestlohn der Branche auf einen Stundenlohn von 10,35 Euro steigen. Mit dieser Forderung will die IG BAU in die bevorstehende Tarifrunde gehen. Davon würden neben den rund 920 regulär beschäftigten Gebäudereinigern auch rund 1550 Mini-Jobber im Kreis Reutlingen profitieren.

"Der Lohn würde für das Reinigen von Büros und Schulen genauso gelten wie für das Saubermachen in Fabrikgebäuden", sagt Dieter Jakob. Der Gewerkschaftssekretär der IG BAU Südwürttemberg will darüber hinaus "vernünftige Spielregeln gegen den enorm wachsenden Leistungsdruck" in der Gebäudereinigung. "Im Moment beherrscht ein Prinzip die Branche: Immer mehr Fläche putzen - ohne mehr Zeit, ohne mehr Geld. Das ist Turbo-Putzen' pur", so Jakob.

Reinigungskräfte würden häufig Überstunden zum Null-Tarif leisten, um die ihnen zugeteilten Büroräume, Klassenzimmer oder Altenheime überhaupt zu schaffen. Lohnerhöhungen seien so "durch umsonst geleistete Mehrarbeit verpufft". Damit müsse jetzt Schluss sein. Die IG BAU will den Leistungsdruck am Tariftisch regeln.

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