Hochschulbad: OB sieht Land in der Pflicht

Die drohende Schließung des Hochschulbads (wir berichteten) hat zu einem Schriftwechsel zwischen Thomas Poreski und OB Barbara Bosch geführt.

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Nachdem der Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Poreski die Presseberichterstattung über die drohende Schließung des Hochschulbads gelesen hatte, habe er sich ausführlich mit der Geschäftsführerin der Rheuma-Liga, Heidemarie Haarmann, besprochen, wie denn ein "gemeinsames lösungsorientiertes Handeln" aussehen könnte, um zu vermeiden, dass die 600 betroffenen Rheumakranken ihr Warmwasserbad verlieren.

Die Liegenschaft, so Poreski, sei zwar dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen unterstellt, sei aber "faktisch Teil der kommunalen Daseinsfürsorge" für die Gesundheit in der Region. Somit seien sowohl die Stadt, als auch das Land gefragt, um eine zukunftsorientierte Lösung zu finden und eine Schließung zum 30. September abzuwenden, sagt der Grünen-Abgeordnete.

Wie und mit welchen Umsetzungschancen dies geschehen könnte, wäre nach Auffassung von Poreski Aufgabe eines "Runden Tisches" mit allen Beteiligten, also zumindest der Stadt - die hier die Moderation "proaktiv" übernehmen könnte - sowie den Nutzern und dem Land.

Oberbürgermeisterin Barbara Bosch verweist darauf, dass die Schließung des Bades eine Folge der Verlagerung der Fakultät für Sonderpädagogik von Reutlingen nach Ludwigsburg sei und schreibt an Poreski, dass die beste Lösung der Weiterbetrieb durch das Land im bisherigen Umfang wäre. Damit wären alle Probleme für die Rheuma-Liga ohne weitere Folgerungen gelöst. Sie könne keine "proaktive moderierende Rolle" der Stadt sehen, sondern eine Federführung "bei Ihnen" unter Beteiligung nicht nur der Rheuma-Liga, sondern auch der Krankenkassen.

Barbara Bosch gibt Poreski Recht, dass auch die Verantwortlichen der kommunalen Daseinsvorsorge für die Gesundheit in der Region mit einzubeziehen wären. Sie merkt allerdings auch an, dass die Stadt Reutlingen "gesetzliche Zuständigkeiten im Bereich der Gesundheitsvorsorge nicht hat" und auch nur Teil der Region sei. Die Oberbürgermeisterin regt deshalb abschließend in dem Schreiben an, dass man sich doch dafür an die zuständige kommunale Gebietskörperschaft wenden solle. Im Klartext: der Landkreis.

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