Hagel sorgt für Sperrmüll-Berge

Der ZAV-Verwaltungsrat befasste sich jüngst mit der aktuellen Abfallbilanz. Das Hagel-Unwetter sorgte für mehr Sperrmüll und Gewerbeabfall.

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Alles in allem "zufriedenstellend" lautet die Bilanz von Thomas Leichtle, Geschäftsführer des Zweckverbands Abfallverwertung Reutlingen/Tübingen. Mit Ausnahme vom angefallenen Restmüll gab es keine großen Abweichungen gegenüber dem vergangenen Jahr.

Insgesamt sind 2013 in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen 83 427 Tonnen Abfall und Wertstoffe in den Deponien angeliefert worden. Das sind rund 381 Tonnen mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von 0,46 Prozent, berichtete Leichtle in der jüngsten ZAV-Verwaltungsratssitzung unter Leitung des Reutlinger Landrats Thomas Reumann.

Während der Hausmüll um 3,84 Prozent auf 52 406 Tonnen abnahm, haben Sperrmüll und Gewerbeabfälle deutlich zugenommen. Grund dafür ist der schwere Hagelschlag Ende Juli 2013, der zahlreiches Gartenmobiliar und Hausdächer zerstörte. Insgesamt verzeichnet der ZAV für das vergangene Jahr 8453,94 Tonnen Sperrmüll, das sind 22,56 Prozent oder 1556 Tonnen mehr als im Vorjahr. Im Landkreis Tübingen ist dabei wieder geringfügig mehr Sperrmüll angefallen als im Landkreis Reutlingen, ein Effekt, der sich durch die Jahre zieht.

Auch bei den Gewerbeabfällen zur Deponierung ist der Zuwachs höher, nämlich 804 Tonnen (21,48 Prozent) mehr als 2012. Die Menge der Gewerbeabfälle, die beseitigt werden mussten, ist um 5,7 Prozent auf 2768,12 Tonnen gestiegen.

Eine auffallende Veränderung gibt es auch beim Hausmüll, der wie jedes Jahr mit Abstand den größten Posten in der Bilanz ausmacht. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 52 406,48 Tonnen Hausmüll in den Deponien gelandet, und damit rund 2095 Tonnen (3,84 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Dabei entfallen stattliche 38 891,39 Tonnen auf den Landkreis Reutlingen und "nur" 21 929,03 Tonnen auf den Landkreis Tübingen. Grund für diese deutliche Abweichung "ist das neue Tonnensystem, das 2013 in Tübingen eingeführt wurde", erläutert Thomas Leichtle.

Bei den Bioabfällen, die von den Entsorgern abgeholt werden, gab es ebenfalls einen leichten Zuwachs: um etwa ein Prozent auf 7886,54 Tonnen. Direkt angeliefert wurden im vergangenen Jahr 1191,44 Tonnen Grüngut, und damit 9,52 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der ZAV übernimmt entsprechend seiner Zuständigkeiten auch die Problemstoffe aus den Landkreisen Reutlingen und Tübingen zur Entsorgung und Verwertung. Im ZAV-Gebiet sind 2013 insgesamt 3793 Tonnen weniger Problemstoffe wie Arzneimittel, Chemikalien, Pestizide und Reinigungsmittel entsorgt worden.

Während der ZAV im Landkreis Tübingen stationäre Problemstoffsammelstellen in dessen Städten und Gemeinden betreibt, führen der Landkreis Reutlingen und die Städte Metzingen, Pfullingen und Reutlingen die Sammlung mobil oder stationär selbst durch.

Für Diskussionen unter den Anwesenden sorgte das Nachtragsangebot der Firma Friedrich Storz an den ZAV im Zusammenhang mit erhöhten Leistungen für Annahme und Verarbeitung von Deponieersatzbaustoffen bei der Oberflächenabdichtung der Deponie Reutlingen-Schinderteich in Höhe von brutto 176 241 Euro.

Letztendlich wurde dem Vorschlag von Landrat Reumann zugestimmt, den Nachtragsleistungen zuzustimmen und die Rechtmäßigkeit des Nachtragsangebots vom Land überprüfen zu lassen.

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