Gutschein: CDU verärgert über Landesregierung

Die CDU ärgert sich, weil das von ihrer Fraktion initiierte Projekt "Willkommen im Leben" von der Landesregierung an Bedingungen geknüpft wird.

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25 ehrenamtliche Mitarbeiter und eine hauptamtliche Projektleiterin tragen durch ihre Besuche bei den Eltern neugeborener Kinder einen großen Anteil daran, den jungen Eltern die Familienfreundlichkeit Reutlingens unmittelbar zu vermitteln, heißt es in einer Mitteilung der CDU. Neben einer großen Zahl von Hilfsangeboten, konkreten Infos und kleinen Präsenten wurde bisher allen Eltern ein Bildungsgutschein des Landesprogramms "STÄRKE" übergeben.

Die Landesregierung hat nun beschlossen, die Abgabe dieser Bildungsgutscheine im Wert von 40 Euro ab Juli an Bedingungen zu knüpfen und die Gutscheine nur noch an Familien in besonderen Lebenslagen abzugeben. "Das seitherige Ziel, allen Eltern ein Bildungsangebot ohne jegliche Vorbedingungen zu machen und damit Schwellenängste und Vorbehalte zu vermeiden, wird dadurch völlig verfehlt", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas vom Scheidt. "Wir sind glücklich über jedes neugeborene Kind", deshalb seien alle Neugeborenen willkommen.

"Die jährlichen Kosten in Höhe von 13 000 Euro waren gut investiert. Mit ihrer Entscheidung macht die grün-rote Landesregierung jetzt aus einem Programm der Stärke ein Programm mit dem Siegel der Schwäche und beginnt schon bei den Neugeborenen mit sozialer Differenzierung", betonte vom Scheidt. Dem Sachstandsbericht über das Reutlinger Projekt "Willkommen im Leben" sei zu entnehmen, dass das Besuchsprogramm auf hohen Zuspruch bei den Eltern stößt, insbesondere weil alle Eltern ohne jegliche Vorbedingungen ein Besuch angeboten wird. Dabei sei gerade auch der Bildungsgutschein gerne angenommen worden.

"Die CDU-Fraktion ist über den Beschluss der Landesregierung, die Abgabe der Bildungsgutscheine in einem aufwendigen und bürokratischen Verfahren künftig zu begrenzen, mehr als enttäuscht und macht es damit unmöglich, weiterhin allen Eltern, ohne Vorbedingungen ein Bildungsangebot machen zu können", sagte CDU-Stadträtin Elisabeth Hillebrand. "Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, ihre Entscheidung zu überdenken und weiter ohne Einschränkungen jungen Eltern niederschwellig ein Bildungsangebot ohne Vorbedingungen zu machen", sagte Elisabeth Hillebrand.

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