Gut besuchte Wilde Weiber Jubiläumsumzug der freien Narrenzunft

Am Wochenende stand Wannweil ganz im Zeichen der Narretei: Bis zu 10 000 Besucher kamen allein zum großen Jubiläumsumzug der freien Narrenzunft Wannweil. 3700 Hästräger zogen durch die Straßen.

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Rottenburg mag die Mutter der schwäbisch-alemannischen Fasnet sein, ihr großer "Ommzug" ist um einiges größer, ihr "Ahland" berühmter. Das ist kein Grund für die "Wilden Weiber" der freien Narrenzunft Wannweil, sich hinter der Bischofsstadt zu verstecken.

Denn zum großen Jubiläumsumzug - die "Wilden Weiber" werden elf Jahre alt - waren bei kalten Temperaturen mehr Narren und Besucher auf Wannweils Straßen, als die Ortschaft Einwohner besitzt: 111 Zünfte und Gruppen mit insgesamt rund 3700 Narren zogen vom Burgweg über die Degerschlachter Straße, der Haupt- und Dorfstraße bis zum Schulweg und zur Uhlandhalle und machten den Umzug zu einem riesigen Narrenspektakel.

Mehr als 85 freiwillige Helfer waren laut Zunftmeister Achim Löffler im Einsatz. Sie verteilten Eintrittsbändel, sperrten während des Umzugs die Straßen und verkauften Speisen und Getränke. Die Durchfahrt durch Wannweil war von 13 bis 16.30 Uhr komplett gesperrt, um einen reibungslosen Ablauf eines der größten Umzüge in der Region zu gewährleisten.

Mit dabei waren Narren aus der gesamten Umgebung, aber auch Gastzünfte aus Nah und Fern wie die Narrenzunft Hausen im Killertal, die Freie Konstanzer Blätz oder die Schweizer Stockberghexen aus Siebenen waren beim närrischen Treiben beteiligt.

Natürlich führten Wannweiler Vereine das Teilnehmerfeld an, allen voran der Musikverein, die "Wilden Weiber" und die Burghau Goischter Wannweil. Danach folgten Spielmanns- und Fanfarenzüge, Guggamusiker und typische Fasnetfiguren aus der Region wie die Seelenfänger aus Rottenburg, die Sendelfenga Sumpfhexa, die Gumpengoischdr aus Neckartailfingen, die Siggenhusner Teufel und viele andere. Es gab wieder jede Menge fliegende Bonbons, Gummibärchen und Schokolade für die Kinder sowie bunte Gesichtsfarben- und Konfetti-Attacken für die Älteren am Straßenrand.

Der Jubiläumsumzug bildete den Abschluss eines ausgelassenen Wochenendes, das am Samstag mit einer Kinderfasnet-Party und der feuchtfröhlichen Weiberfasnet in der Uhlandhalle eingeläutet wurde. Auch hier verschwendete vermutlich keiner auch nur einen Gedanken an die traurige Zeit nach Aschermittwoch.

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