Grusswort: Projekte für die Zukunft

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, traditionell grüße ich Sie herzlich zum Jahreswechsel! In diesem Jahr tue ich dies zum 32. und letzten Mal als Ihr Bürgermeister! Dies ist für mich Anlass, nicht nur zurückzublicken, sondern um Ihnen vor allem Dank zu sagen für das gute Miteinander, das wir in all den Jahren hatten.

Zusammen mit Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung ist es gelungen, in unserer Stadt für alle Generationen die Einrichtungen zu schaffen, die sie benötigen. Pfullingen hat heute für Alt und Jung einen besonderen Lebenswert. Wie auf keinem anderen Sektor hat die Stadt in Bildung und Betreuung investiert, die Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten am Bedarf und zukunftsorientiert ausgerichtet. Die Samariterstiftung mit dem Altenwohnhaus in der Hohmorgenstraße, dem Haus am Stadtgarten und dem Neubau in der Hohe Straße sowie das Haus "Ursula" bieten für unsere älteren und pflegebedürftigen Mitbürger ein Zuhause. Unsere Anstrengungen gerade auf diesem Gebiet wurden zweimal mit einem Bundesmodell honoriert. Bundes- und Landessieger konnten wir auch mit der Erneuerung unserer Innenstadt werden. Stets haben Gemeinderat und Verwaltung Wert auf eine intakte Umwelt gelegt. Und nicht zu vergessen: Mit dem Jahrhundertprojekt "Verkehrsstraße Ost", auf das Pfullingen 75 Jahre gewartet hat, ist es gelungen, den Durchgangsverkehr aus der Stadtmitte zu verlagern und damit erst die Voraussetzung für unsere Stadterneuerung zu ermöglichen. Die Einführung unserer "eigenen Pfulben-Währung" hat sich als Wirtschaftsförderung bewährt: Zurzeit sind 195 000 Pfulben im Umlauf. Mit wichtigen Beschlüssen haben wir uns auch den Status "Naturwaldgemeinde Baden-Württemberg" gesichert. Stets habe ich großen Wert auch darauf gelegt, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und nach Kräften zu unterstützen. Neben der Arbeit in den Vereinen, in den Kirchen, kommt dies auch bei unserem Erfolgsmodell, dem Bürgerbus mit seinem Motto "Bürger fahren Bürger" zum Ausdruck. Dieses Engagement wird ebenfalls beim Weinanbau am Georgenberg praktiziert - Bergwacht und Schwäbischer Albverein haben dazu einen entscheidenden Schritt beigetragen.

In dieser Stunde erinnere ich mich aber auch an viele persönliche Begegnungen, wie zum Beispiel die "kleinen Bürgerversammlungen beim Heckenschneiden", die Gespräche mit den Schülern, die oft morgens mit mir ihren Schulweg zurücklegten, ich sie nach dem Erlernten abfragte und dann ab und zu zur Antwort bekam: "Aber heute nicht schon wieder Mathe!", ich einem älteren Mitbürger regelmäßig seine Briefe zur Post mitnahm oder einer Bürgerin die Einkaufstasche mit auf meinem Nachhauseweg zu deren Wohnung trug. Besonders wichtig war mir aber immer auch, mir in den Bürgersprechstunden die Zeit dafür zu nehmen, um mich den persönlichen Angelegenheiten der Menschen zu widmen. Der Satz einer Bürgerin bleibt mir dabei in Erinnerung: "Schon dass Sie mir zugehört haben, dadurch haben Sie mir geholfen!" Mit dem vor zwei Wochen einstimmig durch den Gemeinderat verabschiedeten Haushalt 2015 sind die Weichen für wichtige Zukunftsprojekte gestellt worden. Beispielhaft dafür steht der Baubeginn unseres Dienstleistungs- und Einkaufszentrums, von dem wir entscheidende Impulse für die Innenstadt erwarten.

Ebenfalls ist es, gemeinsam mit einem Investor, gelungen, das ehemalige Blessing-Areal zu einem ansprechenden Wohn-, Dienstleistungs- und Gewerbestandort zu entwickeln. Auch hier stehen die Arbeiten vor dem Baubeginn. Mit "Green village and green energy" im Bereich des Südbahnhofs wird die Firma Prettl unter anderem einen Schritt in Richtung Gewinnung und Nutzung von erneuerbaren Energien sowie der Ansiedlung von zukunftsorientierten Betrieben machen.

Mit einem Richtfest konnten wir die Rohbauarbeiten für unsere neue Sporthalle abschließen. Erst vor wenigen Tagen hat der Gemeinderat das vergleichende Gutachterverfahren zu unserer Klosterkirche mit der Empfehlung abgeschlossen, den Planungsentwurf weiterzuentwickeln. 2014 war für unsere Stadt ein sehr erfolgreiches Jahr. Nicht nur was die Bilanz anbelangt - sie ist gut -, sondern auch Perspektiven sind auf vielen Gebieten gegeben. Pfullingen hat Zukunft!

2014 war aber auch ein Jahr der internationalen Krisen. Der Ukrainekonflikt, die Kriege im Mittleren und Nahen Osten, vor allem auch die Menschenverfolgungen durch die IS dominierten die Nachrichtensendungen. Diese Konflikte mögen auf den ersten Blick weit weg von Pfullingen sein, die mittelbaren Auswirkungen - seien es die wirtschaftliche Eintrübung oder die steigenden Flüchtlingszahlen - sind jedoch auch in unserer Stadt zu spüren. Ich sage ganz klar: "Die Stadt Pfullingen und ihre Bürgerschaft werden Menschen in Not immer zur Seite stehen, ohne Wenn und Aber!"

Ich übergebe meinem Nachfolger Michael Schrenk, dem ich für sein neues Amt von Herzen alles Gute und viel Erfolg wünsche, eine geordnete, gut aufgestellte Stadt, in der die Bürger gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen "der Stadt Bestes suchen!"

Mein Grußwort möchte ich in diesem Jahr nicht schließen, ohne Sie bereits zum Bürgerempfang am 10. Januar, 19 Uhr, in die Pfullinger Hallen einzuladen. Mit dem anschließend stattfindenden "Großen Zapfenstreich" im Schönbergstadion bereiten mir die Freiwillige Feuerwehr und der Musikverein Stadtkapelle Pfullingen eine große Freude - herzlichen Dank dafür! Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, gerne habe ich für Sie und mit Ihnen zum Wohle Pfullingens gearbeitet. Von Herzen wünsche ich Ihnen alles Gute, Gottes Segen und ein gesundes, friedvolles Jahr 2015!

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