Große Begeisterung hält bis heute an

Der Fall des Eisernen Vorhangs weckte die Neugier auf die jeweils andere Lebenswelt. Seit 20 Jahren gibt es deshalb auch den Austausch zwischen dem Jugendhaus Orschel-Hagen und Szolnoker Jugendlichen.

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Seit 1992 gibt es den Austausch zwischen dem Jugendhaus Orschel-Hagen sowie Jugendlichen aus der ungarischen Partnerstadt Szolnok. Und da wurde vergangene Woche nicht nur das 20-jährige Bestehen gefeiert, die ungarischen Jugendlichen waren auch erneut nach Reutlingen gekommen und erlebten ein abwechslungsreiches Programm.

Während auf der Donau gepaddelt oder an der Kreuzeiche gekickt wurde, erinnerte sich der frühere Orscheler Jugendhausleiter Jürgen Haberbosch an die Anfänge der kleinen Partnerschaft, die der Szolnoker Lehrer Bela Pap zusammen mit dem dortigen Jugend- und Kulturbüro angestoßen hat. Denn: "Wir sind damals mit einer ganz kleinen Delegation nach Ungarn gefahren." Und die habe gerade mal aus zwei Leuten bestanden, die erste Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeiten führten.

Nachdem die Begeisterung von Anfang groß war, bis heute angehalten hat und mit den jährlich wechselnden Besuchen in Szolnok und Reutlingen weiterhin voneinander gelernt werden soll, ist die Zusammenarbeit angesichts der wirtschaftlichen Lage schwieriger geworden. Denn obwohl das Projekt mit 33 Euro pro Besuchstag und Jugendlichem unter anderem aus EU-Töpfen gefördert wird, müssen vor allem die ungarischen Eltern für den Deutschland-Besuch ihrer Sprösslinge tief in die Tasche greifen, denn sie müssen nochmals 300 Euro vor allem für die Reisekosten aufbringen. Das, so Bela Pap, entspreche in Ungarn einem Monatsgehalt. Dennoch nutzen die Magyaren den Austausch kräftig. Biete der laut Pap doch gleichzeitig die Chance Deutschland kennenzulernen und um unter Umständen erste Kontakte für ein späteres Studium zu knüpfen. Letztlich steht beim Austausch der Spaß und das gegenseitige Kennen- und voneinander Lernen im Mittelpunkt. Einigen Teilnehmern gefällt das Konzept aber so gut, dass sie seit den Anfängen mit dabei und mit dem Projekt groß und erwachsen geworden sind. Genauso erging es nämlich Anna Nemedi-Farga, die als Jugendliche erstmals mit dem Austausch nach Reutlingen gekommen ist und zwischenzeitlich als Betreuerin immer wieder die deutsche und ungarische Seite zusammenführt.

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