Glaubwürdigkeit und Vertrauen als Erfolgsbasis

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Joey Kelly war Gast der Familienunternehmer.  Foto: 

„Die Kellys hatten schon immer brutal viel Ausdauer”, sagte Joey Kelly. Der bekannte Extremsportler und Unternehmer war am Mittwochabend zum zweiten Mal zu Gast in der restlos gefüllten „Mini Area“ des Automobilcenters Menton. Frank Menton, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, begrüßte die Gäste.

Illustriert von Fotos und Videos berichtete Kelly in seinem Vortrag „No limits – Wie schaffe ich mein Ziel?“ zunächst von seinen Wurzeln in der Musikgruppe „The Kelly Family“. 1976 seien alle zusammen in einem alten Bus nach Rom gereist, wurden ausgeraubt und beschlossen, das Budget durch Straßengesang wieder aufzufüllen. „Das war der Beginn der Kelly Family.“

Über zehn Jahre lang sei er mit dem Spendenhut herumgegangen, die Familie kämpfte um ihre Existenz. „Doch mein Vater hat immer an uns geglaubt“, so Joey Kelly. Nach dessen Motto „Der Hut lügt nicht“ habe man schon früh eins zu eins ablesen können, was beim Publikum ankam. „Wir hatten ein Konzept, das wir zielstrebig verfolgt haben. Denn Glück ist kein Zufall.“ Der Verdienst auf der Straße sei nicht schlecht gewesen, aber der Durchbruch mit dem Album „Over the humb“ gewaltig. Bis heute gelinge es der Familie, die mit 20 Millionen verkauften Platten ihren Höhepunkt in den 90er Jahren hatte, ganze Stadien zu füllen.

Mit 24 Jahren entdeckte Joey Kelly den sportlichen Wettkampf für sich. Bislang absolvierte er 40 Marathons, über 30 Ultramarathons, neun Wüstenläufe und hält mit acht Ironman-Triathlons innerhalb eines Jahres den Rekord. „Ich bin auch im 24-Stunden-Unterwasserlauf oder beim Wettlauf gegen die Rolltreppe Weltmeister geworden. Denn so einen Quatsch macht sonst keiner“, sagte Kelly. Mehrfach durchquerte er Deutschland „zu Fuß und ohne Geld“ und machte sich auch in den USA auf die Reise. „Meine Frage war: Wie schaffe ich es, dass die Leute mich sponsern?“ Kelly entdeckte, dass er Unterstützung gewann, sobald er Glaubwürdigkeit und Vertrauen geschaffen hatte. Die Leute wollten Teil seiner Projekte sein, die häufig mit Spenden verbunden waren. Schon sein Vater habe gesagt: „Gib mehr, als du nimmst!“ Wer gebe, gewinne immer.

Mit 26 Jahren wurde Joey Kelly Geschäftsführer des Familienunternehmens. Als seine Schwester Patricia einen Volkstriathlon veranstaltete, habe er gemeint, untrainiert teilnehmen zu müssen, scheiterte kläglich, aber entwickelte einen Ehrgeiz, der ihn mit Ausdauer, Mut, Leidenschaft, Willen und Zielsetzung weltweit auf erste und vordere Plätze im Extremsport brachte. Unter anderem als Bergsteiger, Turmspringer und Wok-Fahrer bei Stefan Raab wurde er einem breiten Publikum bekannt. „Alles, was ich im Sport brauche, benötige ich auch als Unternehmer im Beruf“, so Kelly. Als Teilnehmer einer elftägigen Expedition zum Südpol mit Markus Lanz und Hermann Maier habe er gelernt, dass man „nur als Team“ überleben könne. „Jeder Einzelne im Team ist Teil des Ganzen.“ Seiner Erfahrung nach könne ein Vorhaben nur klappen, wenn man sich aufeinander verlassen könne. Durch gute Stimmung und gegenseitigen Respekt steige auch die Motivation. Bei Niederlagen müsse man „einmal öfter aufstehen, als man gefallen ist“.

Den Gästen legte er Sport ans Herz. „Sie brauchen nicht bis zum Südpol laufen“, sagte er erfreulicherweise. „Aber Bewegung ist wichtig, je älter man wird.“

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